Die behandelnden Therapeuten

BARTEL aka FANIEL DRANZ
VERGANGENHEIT:
Ein verwirrter Eigenbrötler der gerne mit anderen Filmgestörten bei einem Glas 4-Ämtertropfen in einer Pilsstube namens Manifest über das Medium diskutierte.
Als die Kneipe ihre Ausschank-Lizenz verlor bastelte er sich selbst ein Fluchthöhle, in die er seine kritischen Meinungen hineinschreit um das schöne Echo zu hören!


FÄHIGKEITEN:
-Experte für Desorientierung
-System und Verhaltensmusteranalyst von Kopfparasiten
-Fußball (Verteidiger links Außen und niemals drinnen!)
-Kunstfetisch (ab 23:00 Uhr)
-Passionierter Sammler schlechter Gewohnheiten und Vorurteile
-Liebhaber flotter Spruchsynchronisationen
-Förderer von befremdlichfiesen fremdsprachigen Fiaskofilmen
-Linksreformierter Rechtsverdreher ODER AUCH Fußball



PROFESSOR ADALBERT
VERGANGENHEIT:
"Eine Gestalt so greifbar und doch so unnahbar - besteh aus zwei doch bin oft auch alleine da."

Nach dem Philosophie-Studium an der Besser-als-Sokrates Akademie des Wissens, eignete sich Adalbert Wissen in verschiedensten Bereichen an. Da der Human unwissend und hilflos ist, reiste er in der Welt herum und teilte sein Wissen und bot seine Intelligenz als Hilfe an. Auf dieser Reise ereignete sich eine folgenreiche Begegnung: Bartel machte ihn multipel filmgestört.
Nach langer Cinephilie sowie der Entdeckung des Web 2.0 bemerkten beide, dass ihre Analysen unbedingt an die Öffentlichkeit weitergegeben werden mussten und gründeten den Blog. Die Wohlfartsreisen erübrigten sich daher und die Hilfe kann nun von überall zugänglich angeboten werden und hier nachgelesen werden.

VERGANGENHEIT VERSION 2.0:

Während Mancher im Laufe seines Lebens zu Größerem berufen scheint, wurde Adalbert bereits dazu geboren. Nach überwältigender Bildung, folgte eine Weltreise zur geistigen Entwicklung der Menschheit. Neben philosophischen und naturwissenschaftlichen Lektionen, half Adalbert auch ausgewählten Einzelnen durch den Alltag. So kam es zum bedeutsamen Zusammentreffen zwischen ihm und dem Mythos Bartel. Dem Professor eröffnete sich ein ungeahnter filmischer Abgrund mitsamt verschiedener Kollateralschäden. Fasziniert verbrachte er viele Stunden in der Film-Hölle von Bartel. Das Gesehene prägte Adalberts Geist. Aus anfänglichem Interesse wurde schließlich Befangenheit. Selektiertes Zelluloid brannte sich tief in seine Psyche und verlangte nach mehr. Das filmisch Erlebte konnte mit Bartel bald nicht mehr ausreichend diskutiert werden-nicht nur weitreichend, auch diversifiziert war der psychologische Schaden. Zu wichtig war daher die Pflicht, die Öffentlichkeit zu informieren. Folglich wurde die Multiple Filmstörung gegründet, um dem Volk die Möglichkeit zur Lichtbild-Therapie zu bieten und dabei auf verschiedene Gefahren hinzuweisen...
FÄHIGKEITEN:
Philosophische Leitfäden Lebensungereimtheiten und  sozio-humane Experimente Unterhaltung der ernsthaften Art bei gleichzeitiger Intellektualität


DER GYNALIST
VERGANGENHEIT:
Heiliger Fangzahn!
Er analysiert und kritisiert die Filme nicht nur,....nein, er wird selbst Teil der Handlung und durchlebt den Plot als ob sein Leben davon abhängen würde! 
Seine unvergleichliche linguistische Art und Weise sowie sein charmant-charismatischer Gesichtsfasching machen den Gynalisten zu einem unfassbar liebenswerten Henker des subversiven Geschmacks!

 FÄHIGKEITEN:
-ungelernter aber leidenschaftlicher Fleischhauer 
-Experte für Strafverfolgung und Sicherheit 
-Titelverteidiger der "Unkommerziellsten Aktionen" 1974-  2011 
-Gruftbesitzer eines filmischen Fundus unschätzbaren Werts 


DER KLEPTOLOGE

VERGANGENHEIT:
Als seine Freunde in die Pubertät kamen, war seine Psyche schon wesentlich fortgeschrittener - der Horror der aus seiner Kiste flimmerte hatte ihn zu Stefan Königs Clown gemacht. Doch schon bald reichte ihm dies nicht mehr aus und er rutschte tiefer ab. 
Als er in einer dunklen Gasse seine Spawn Heftchen durchblätterte, tauchten noch viel dunkler, extrem multiple Persönlichkeiten auf. Sie stellten sich ihm als Bartel und Prof. Adalbert vor. Ihre Filmsucht holte ihn direkt von der Straße in ihre Zentrale. Seit dem tut er alles für ein bisschen Zeulluloid. Nach einer Überdosis davon flüchtete er sich in den Größenwahn und erkannte darin, daß seine eigenen Ideen, von wesentlich klügerer Natur waren als die von Bartel & Adalbert(!!!)...


FÄHIGKEITEN:
-Zwar noch unbekannt, werden aber als ziemlich unberechenbar eingestuft (daher unter ständiger Beobachtung von Bartel und Prof. Adalbert!).



HERR VORZÜGLICH
VERGANGENHEIT:
Viele verschiedene. Zeitversetzt, ortsversetzt, auch inhaltlich kaum zu vergleichen. (Nicht immer gute Interaktion).Schon in frühen Jahren wurde ich durch ständigen Einfluss meiner filmsüchtigen Eltern an dauerhafte Filmaufnahme gewöhnt. In meiner Jugend wurde das Laster durch den häufigen sexuellen Kontakt zu älteren Frauen immer wieder nicht nur gutgeheißen, sondern auch gefördert. (Dadurch entstand auch meine geheime Liebe zu alten Filmen.) Seit einigen Jahren, habe ich jeglichem visuellen Konsum abgeschworen, die Rezensionen, die im Blog enthalten sind und enthalten sein werden, setzen sich lediglich aus Wikipedia-Einträgen und willkürlich ausgewählten Artikeln der Bildzeitung zusammen.

FÄHIGKEITEN:
- Selbstmisstrauen
- Allgemeinmisstrauen
- Sportmisstrauen



MAKAI (SCHEMENHAFTER ANALYST)
VERGANGENHEIT:
Die Nachforschungen die wir über unseren filmgestörten Neuzugang antreten wollten, verloren sich alle in den nebulösen Schwaden seiner äußerst dubiosen Herkunft. Selbst der allwissende Prof. Adalbert mußte sich diesem (menschlichen?) Mysterium beugen, war es ihm, selbst nach wochenlangen Ausflügen zu den geschichtsträchtigsten Orten der Menschheitsgeschichte, nicht möglich diese "Person" einer gängigen Handlung zuzuordnen. Anhand ihrer Bewerbungsunterlagen konnten wir jedenfalls feststellen, dass wir sie "Makai" nennen sollen (bzw. dürfen).  Einem deutschen Politiker eine eindeutige Antwort zu entlocken ist ein realistisches Unterfangen wohingegen ein glaubhaftes Portfolio unserer schemenhaften Blog-Erscheinung aufzutreiben, reines Wunschdenken bleibt. Der vorhandene Aufklärungsbedarf ist demnach enorm weswegen wir gerne alle sachdienstlichen Hinweise entgegennehmen, die zur Identifizierung des unheimlichen Kollegen beitragen könnten. Oh mein Gott! Soeben ist mein Bildschirmschoner verschwunden obwohl ich schwören könnte die Maus nicht angefasst zu haben! Über diesen Redaktionsräumen hat sich ein Schleier aus Angst gelegt!

FÄHIGKEITEN:
Ein mysteriöser Text, der mit einer undefinierbaren Körperflüssigkeit auf die vergilbte Rückseite eines alten Bierdeckels gekritzelt und danach unter dem Gemeinschaftsbett der Redaktion platziert wurde, beweist zumindest das "Makai" über ein geradezu paranormales Schreibtalent verfügt. Eine Fähigkeit, die in ihrer 
Furchteinflößigkeit mit Bartels grammatikalischen Missbildungen verglichen werden kann"Makai" will uns nun folgendes mitteilen:

"Heute ist auf der Bühne des Theaters die einzige Zone, in der Gesetzlosigkeit geduldet wird. Hier ist Unzucht möglich, Gewalt, Mord. Hier treffen wir Männer, die den Vater töten und mit ihrer Mutter schlafen, oder Untertanen, die ohne Skrupel ihren König umbringen, weil sie vorwärts kommen wollen. Kein Richter steigt auf die Bühne. Manchmal erleben wir ein Duell. Der Sieger wird verherrlicht. Der Verlierer kann mit seinem
Tod die Verachtung nicht abwaschen“.

 
Shūji Terayamas Worte beschreiben auch den Film, sein anarchisches Potential und seine subversive Kraft. Film ist ein Ort ohne Grenzen und Regeln; ein diffuser Raum, wo unvereinbare Dinge aufeinandertreffen, in einer chaotischen Singularität. Film ist Konstruktion und Dekonstruktion und mehr als die Summe seiner Frames. Film ist alles und nichts. Und auch wenn stets versucht wird, den Film im Zaum zu halten, bricht er immer wieder aus sich heraus, eruptiert wie ein Vulkan und liquidiert alle Anstrengungen, ihn zu einer Zone der Vernunft, politischen Korrektheit und des Friedens zu machen. Denn Nichts von alledem ist das Leben und wird es jemals sein.