Mittwoch, 23. März 2011

Deadgirl (2008)


Unter dem Begriff Coming-of-Age-Film (engl. Coming of Age ‚Heranwachsen‘) versteht man Filme, deren jugendliche Helden von grundlegend menschlichen Fragen bewegt werden. Einerseits ist der erstmalige Kontakt mit solchen Fragen für Jugendliche etwas durchaus Alterstypisches, andererseits sind solche Motive jedoch ebenso auch für Erwachsene interessant, die selbst in diesem Alter mit entsprechenden Fragen konfrontiert waren. Durch die erstmalige Verarbeitung werden die Gefühle der jungen Menschen besonders intensiviert." (WICKIPEDIA)
"Schatz, es stinkt mir wirklich sehr...all mein Geld gibst du für Make-Up aus, dabei bringt dir Deo doch viel mehr!"

Die Genrebezeichnung "Coming-of-Age" war mir schon immer suspekt...
Depp, der ich bin glaubte ich sogar eine zeitlang das ein Film dieser Art meistens von Heroinabhängigen handelt die auf Entzug gehen...also quasi vom "Age" runterkommen wollen..."coming off" sozusagen! Assoziationen sind eben doch immer nur so einleuchtend, wie die Leuchte des Assozialen, 
der sich hier gerade ver-assoziiert, hell ist!
Aber genug der drastischen Debilitäten...
Ausgehend von der, weiter oben angeführten, Erläuterung sieht man den herzerweichend (nekro)romantischen Date-Movie in einem völlig neuen (wenn auch diffus, düster-flackernden) Licht...
DEADGIRL ist der Film der dabei rausgekommen wäre wenn sich die Jungsclique aus dem famosen STAND BY ME an dem Leichenfund vergangen hätten, anstatt diese als Sinnbild für das Ende ihrer Kindheit und die Entfremdung durch ihr Erwachsenwerden "herzunehmen" (gäääähhnn...)
Der wunderbare orginale Untertitel dieses Horroramas verkündet schlicht und poetisch:
"Every generation has its story about the horror of growing up..."
woraus der deutsche Verleih lieber gleich mit der Tür uns Haus fällt und lieber gleich dem Perversen-Proll-Publikum, der örtlichen Dorfvideothek, ins Gesicht brüllt:
"ES GIBT VIELE WEGE ERWACHSEN ZU WERDEN.
MANCHE DAVON SPRENGEN JEDE VORSTELLUNGSKRAFT!"
"Schatz, ...ich verlange das du dich untenrum nicht mehr wäscht...
denn ich steige bald groß ein ins Käsegeschäft!"
Na dann, Prost Mahlzeit...!
Jörg Buttgereit ick hör dich trabsen!
Dem aufmerksamen Leser wird längst aufgefallen sein das dieser Film, zwar kein unbedingt neues, dafür aber verlässliches Tabubruch-Terrain anp(g)eilt...

Zwei Vollnerds entdecken im verlassenen Keller einer stillgelegten (ruhiggestellten) Psychatrie den scheinbar toten, nackten Körper einer unbekannten Dame, die man auf einer Krankentrage fixiert hat.
Warum sich nicht Da die lebenden High-School Schönheiten wenig Interesse an den beiden Jungs zeigen sind erste Skrupel schnell vergessen...warum sich nicht gleich an einem kalten Körper vergreifen wenn das weibliche Umfeld unseren Lover-Boys ständig die ähnlich kalte Schulter zeigt?
"Schatz, du liegst seit Tagen nur faul auf deiner Sonnenliege...jetzt erwartest du wohl das ich die Kinder kriege?

Was als oberflächliche Provokation beginnt entwickelt sich bald zu einem wirklich "romantischen" Teenagerfilm mit einem unglaublich hohen emotionalen Mehrwert...Für alle die die Körbe die sie schon von ihrem "love interest" bekommen haben, gar nicht mehr zählen können und diejenigen die bei FOREIGNER´s "COLD AS ICE" immer noch eine Gänsehaut bekommen...

"IHR MÄNNER SEIT ZU DUMM UM FRAUEN ZU VERSTEHEN, WIR WOLLEN DOCH NUR NÖRGELN & GENERVT AUGEN VERDREHEN!"
"You're as cold as ice
you're willing to sacrifice our love
you never take advice
someday you'll pay the price I know..."

Echte Liebe stinkt also doch!


Samstag, 19. März 2011

[Rec] (2007)

ZOMBIE, REC DICH!

ANALYSE:

Das Problem ist immer das gleiche:Zu spät auf [REC] gedrückt - totales Versagen durch Mensch & Technik!
Vorneweg schon mal eine vorsichtige Feststellung:
Der Kameramann ist ein schlechter Wichser!
In der Haut seiner Glückswurst möchte ich wirklich nicht stecken!
Seine Assistentin hat es aber noch schlimmer erwischt:
Ein Mensch der gerne ein Hamster wäre, muss täglich um Bestätigung bohnern und wird dadurch zum Sklaven seiner absonderlichen Leidenschaften!
Zusammen aber bilden die grausame, handkameraschwenkende Onanierzange und der an ADS (Aggressiv Debiles Schnattersyndrom) leidende Hamster, zwarein beängstigendes jedoch gut eingespieltes Team, welches nichts mehr zu verlieren hat!
Die demente böse Oma Hummer bereitet ihren Enkeln Kummer...
Na? Hättet ihr ihn erkannt? Hier sehen wir Philipe Nahon
mit zotteliger Langhaarperücke in einem menschenfeindlichen Cameo!

Okay! Wer als Letzter zuckt macht das Licht an (bzw. wieder aus...) und ist somit Siegerund stolzer Besitzer einer uralten, längst überholungsbedürftigen Geisterbahn!
Herzlichen Glückwünsch!
Aber bis dahin haben die Beiden (...und die hoffentlich schwindelfreien Zuschauer!) natürlich noch einiges zu erleben.
Da geht es mal die Treppe rauf und dann auch wieder runter!
Ab und zu wird in die eine oder andere Wohnung gespitzt, um bei dieser Gelegenheit mal nachzuschauen ob der mottige Schlüpfer samt Windel von der wilden, inkontinenten Oma Hummer noch richtig sitzt.
Statt ihn zu wechseln und die Alte zu beruhigen, bringt das sensationsgeile Jalousinen-Duo die fiese demente Oma erst RICHTIG zum kochen und diese teilt dann auch gerne und großzügig aus!
Robust und zäh, dient dieser ungepflegte Pflegefall, dem vollständig versammelten Verein freiwilliger Feuerwehrmänner, als eine Art Boxsack für Faustkampfübungen die ihnen der örtliche Einsatzleiter, gnädigerweise als Training durchgehen lässt!

"NEIN MAMA! Ich hab keine Lust bei Oma Hummer zu übernachten!
Hier ist es immer so kalt & dunkel und die olle Alte hat nie was zu naschen
für mich!"


Mit allerlei Nachschlag in die langverdiente Frührente geprügelt, legt sich Oma Hummer erst mal wieder hin und spielt für die Kamera die bedauernswert-misshandelte scheintote Bettnässerin.
Jetzt kann es wieder rauf und runter gehen wobei hier der gezielte Einsatz eines Aufzuges oder Treppenlifts nicht nur das Steigen selbiger, sondern auch die Gesamtlaufzeit erleichtert hätte.
Zuguterletzt trifft man in Etage "So-und-So" auf die leibhaftige Reinkarnation Salvador Dalis der anscheinend ein richtiger Francofaschist gewesen zu sein scheint!
Dieser Dali..., behauptet er doch einfach so, Frau Wang könne kein Wasser kochen und entlarvt sich selbst dadurch ganz nebenbei als Torrentefan.
Weiter geht´s ins Erdgeschoss, wo ein Kind der Mutter zeigt wie sehr es unter dem "Nicht gestillt worden zu sein" zu leiden hat und Mutti dafür einfach das Näschen anknabbert, die Zitze welche sie nie bekam.

Das Team ist natürlich erbost über soviel Übermut und scheucht das Wesen mitten im Akt hinauf in den Darkroom, um das alte "Ich sehe Was was du nicht siehst!" Spielchen zu zelebrieren.
BUUH! hats gemacht, dann war Schicht im Schacht. Zuguterletzt oben am Lectordachboden hört man sich das EvilDead Tonband an und "RUMMS!" die Klappe schwingt von oben nach unten (verkehrte Welt!) Während das Team dann über ein bißchen Sextape nachdenkt (herrliches Setting) kommt schon der Endmutant und bestimmt die Plätze.
Versöhnlicher Abschluß, denn der Hamster zeigt Dekolleté und lässt alle vorangegangenen Schwafeleien vergessen.

DIAGNOSE:
Das nächste mal ein bisschen Ritalin für den Hamster und GHB für den Kameramann, dann kann das was ganz Großes werden...

"Was ich als Dali nicht gern seh, ist ein femanes Bauarbeiterdekolleteé!"


The Fall (2006)


Hochmut kommt vor THE FALL


ANALYSE:
Schon die legendäre EAV sang in einem ihrer zahlreichen Hits:
Das ist ein Ba-Ba-Ba-Ba-Ba-Ba-Ba-Ba Banküber-FALL!
Ein ÜberFALL also...
Genau solchen hat der indische Regisseur Tarsem Singh vor, und zwar einen optisch sowie akustischen um damit die eine oder andere schutzlose Gehirn"CELL" des ahnungslosen Zuschauers außer Kraft zu setzen!
Die visuelle Brillianz der frühen EAV Musikvideos erreicht er dabei aber in keiner einzigen Szene.
Dabei versucht er zwanghaft einen filmischen EinFALL nach dem anderen über die Leinwand zu jagen, so als ob er seinen kreativen
AbFALLeimer (der da noch prallgefüllt von seinem Debut "THE CELL" im Atelier rumstand), wie ein Pfandflaschenjunkie durchwühlt hat.
Dieser verwahrloste Cineast versucht sich verzweifelt
grenzdebil zu kiffen, um seine Netzhäute aufzulockern
damit sich diese während der bevorstehenden visuellen
Vergewaltigung nicht all zu sehr verkrampfen....
So erntet er über die endlosen 120 Minuten den einen oder anderen BeiFALL der zahlreich anwesenden LSD-Konsumenten im Publikum, kann aber leider nicht darüber hinwegtäuschen das sein FALL vor allem eins ist:
Ein absoluter ReinFALL für den bewusst nüchtern gebliebenen Cineasten.
Der ganz offensichtlich extrem selbstverliebte Filmemacher tut dabei nur einem einzigen einen GeFALLen: Und zwar sich selbst.
Jede einzelne Filmminute schreit dem hirndurchweichten Zuschauer förmlich ins Gesicht wie einzigartig sie ist und welch seltene Locations auf dem ganzen Globus aufgesucht werden mußte um diesen Frechdachs von einer Szene ins Zelluloid zu brennen.
Dabei ist Herrn Singh offentsichtlich entFALLen das man auch ab und zu ans Publikum denken sollte und nicht nur ständig an sich selbst.
Tarsem Singh zeichnet auf einfühlsam-verstörende Weise das Porträt
eines unverstandenen, gewalttätigen pädophilen KITA-Kuschel-Stuntmans
der die kleinen, niedlichen Racker erst mit Märchen gefügig macht,
um ihnen anschließend ihre Ärmchen und dann die Herzen zu brechen...

Knall auf FALL penetriert er die unschuldigen Netzhäute seiner hilf-und hirnlosen Zuschauer die sich intellektuell genug fühlten um in seine FALLe zu treten!
Viele Einstellungen zeugen dabei von einer solch surrealen EinFALLslosigkeit das ich mir ständig ungläubig den Bartwuchs befingern mußte, nur um am Ende der Vorstellung festzustellen das ich mir selbst einen Dali-esken Schnurrbartzwirbler ins Gesicht gepflanzt hatte.
Die Szene die in einem verFALLenen Treppenhausgemäuer spielt hätte wahrscheinlich sogar den geistesgestörten Architekten M.C. Escher die Tränen in die Augen getrieben.
Zeit seines Lebens von Mitschülern und Campus-Brutalos
als "merkwürdig-surrealer Sonderling" gebrandmarkt, musste
Charles Darwin geschockt  feststellen das die Evolution auch
vor seiner Schuluniform nicht Halt gemacht hatte....


DIAGNOSE:
Wer sich also traut kann Herrn Singhs zerFALLenes filmisches FUNhouse betreten, Lacher sind auf jeden FALL garantiert: Die Frage ist nur ob diese Lacher nervöser, beunruhigender, im Halse stecken bleibender Natur sind oder nur von reiner, ehrlicher Schadenfreude herrühren, wenn man einen vom Größenwahn beFALLenen Filmschaffenden dabei zusieht wie er sein komplettes Privatvermögen investiert und es dann, begleitet von allerlei Knall- und FALLeffekten, gnadenlos in den Sand setzt.
Letztendlich eine handwerklich ordentlich in Szene gesetzte Selbstbefriedigung eines Kunstegomanen und gleichzeitig nüchterne FALLstudie eines aufmerksamkeitsgeilen debil-defiziten Krawallkreativen.
Der Singh hat also sein Ding gemacht, sein Ding sozusagen im Alleingang durchgezogen.
Doch in Wirklichkeit schwingt er sein Ding nur großkotzig hin und her, um damit jeden kleinen Regie-Nerd der da von der Filmhochschule kommen mag, zu zeigen das er zwei dicke, haarige, indische, papaya-förmige Eier hat. Und zwar keine surrealen Weicheier-Uhren wie dieser SalFALLdore Dali sondern fette, fellverhangene Dürer Klöten auf denen es sich ein beleibter Nürnberger Rammler bequem gemacht hat
There´s no escape from the FALLhus-Symbolik!
Ein unaufgeforderter Schwanzvergleich wohin man auch blickt!
Das war`s dann auch schon von meiner Seite.
Gääääähhhhn! Es ist schon spät und ich begebe mich nun in die FALLe...
Wir sehen uns bestimmt bald wieder inmitten einer visuellen 3-D Multigruppenkomplexorgie in einem Lifestyle-Lichtspülhaus eurer Wahl!

Nein, das ist kein neuer Bollywood-Blödel...
das ist der indische Kreativ-Kretin Tarsem Singh!


The Human Centipede - First Sequence (2009)

RINGELPIETZ MIT ANFASSEN
in einer nie dagewesenen
PERVERSEN-ZWANGSPENETRATIONS-POLONAISE

Vielleicht erinnern sich die älteren Semester unter euch noch an den den alten Atari Spielautomatengassenhauer "Centipede", der ausgiebig im Italienurlaub oder in der lokalen Pilsstube deines Vertrauens gerüttelt und gezockt wurde bis der Joystick qualmte oder das Kleingeld alle war.
Eine Aneinanderreihung von Pixeln die mit ganz viel Alkohol und einem Hauch Fantasie als der titelgebende Tausendfüssler erkannt werden konnte, schlängelte sich von der oberen Bildschirmhälfte Ebene für Ebene nach unten und musste von der Kanone die man steuerte rechtzeitig zerlasert werden ansonsten drohte das obligatorische Game Over.
Stress, Schweissausbrüche und Hektik waren vorprogrammiert und unvermeidlich. Was dem militanten Kanonier sein "Space Invaders" war dem gelehrten Mikrobiologen sein "Centipede".
THE DARK SIDE OF ARSCHKRIECHING:
Ohrenhöhler waren ja schon schlimm, aber das?
Doch das das ist nun schon gute 30 Jahre her und die Überleitung auf den menschlichen Centipede anhand eines nostalgischen Atari Ego Shooters herzuleiten denkbar einfach. Die grafische Darstellung eines solchen Pixelhaufens ist anno 2010 natürlich um einiges realistischer und löst bei intensiver Betrachtung genauso Stress oder gar Angstzustände aus.Der Tausendfüssler den Tim Burton in seinem Wunderland noch mit üppiger, augenkrebserzeugender CGI dargestellt hat, wird vom niederländischen perversen Meerschaumpfeifenrauchenden Regisseur Tom Six mit der schieren Lust am Schauspiel seines Darstellertrios und ein paar "oldschooligen" Make-Up FX (hingeschminkte Narben, blutige Mullbinden) konstruiert.
Tja dieser Tausendfüssler hat es in sich. Eine abartige Fantasie die sich so höchstens jemand in den frühen Morgenstunden einer Sadomaso Fetisch Dungeon Disko After-AUA zusammen-fabulieren konnte.
Den Nerds und Nischenkinovoyeuren muss ich die Handlung sowieso nicht näher erläutern aber hier für den Otto Normal Versauten nochmal kurz und bündig:
HEITER BIS WOLKIG:
Biologieunterricht mit Dieter Laser

Ami-Girlie-Touristenduo verirrt sich im deutschen Backwood und trifft dort auf einen hochtalentieren Ex-Chirugen mit Mengele Charme, der früher hauptberuflich siamesische Zwillinge auseinanderfuchtelte, sich jetzt aber auf das Zusammenpuzzeln spezialisiert hat. Was dem anderen sein Fuß-fetisch ist ihm sein Füssler, sein Tausendfüssler. Die Mädels bekommen das was sie verdient haben (bei ihrer schauspielerischen Leistung im ersten Drittel des Films sind das verdienterweise K.O. Tropfen) und werden flux mit einem asiatischen Kamikazesamurai zusammengenäht.
Mund an After, Mund an After.
Danach wird jeglicher Dialog der Mädels über-bzw. dünnflüssig, ist also im wahrsten Sinne des Wortes "für den Arsch"!
LECKER SCHMECKER DREIFACHDECKER:
Mmmmmh! Second-Mais in Wasabi und
als Beilage gibt es japanische Bratwurst...
Drei im Weckla direkt ins Bäckla!
Fertig ist die neue Zwangswohngemeinschaft deren Ersinnung man so allerhöchstens Johann After, ähhh.. Johann Lafer zugetraut hätte.
Den Wahnsinn den dieser in seiner Kochsendung ausstrahlt verströmt Dieter Laser der den Dr. Heiter (wie krank ist das denn!?) spielt aus jeder einzelnen Pore. Der Kerl trägt den ganzen Film souverän auf seinen Schultern und fackelt hier ein solches
OVER-THE-EDGE-OVER-ACTING Feuerwerk allererster Güte ab, das selbst der abgebrühteste Heimat-und Sachkundler noch lange daran zu kauen hat. Auch wird das ganze, abgesehen von den ersten 10 Minuten (mit dem bestgecasteten Porno-Ekel-Grandpa EVER!) mit einer solchen Humorlosigkeit und bitterernster Depri-Grundstimmung serviert wie man sie sonst nur vom Gaspar-theater gewöhnt ist. Kurzum: Ein absoluter Geheimtipp für alle die am Wochenende auch gerne mal aufs Land fahren um die lokale Flora und Fauna zu bestaunen.
Oder um es in den Worten des Kritikfaschisten Roger Ebert (der dem Film übrigens eine Bewertung verweigerte!) zu sagen:
TWO THUMBS UP!!... ähh... oder eher..THOUSAND FÜSSLERS UP!!.
DAS GRAUEN VON ZWANGSWOHNGEMEINSCHAFTEN:
Der frühmorgendliche Kampf ums Badezimmer...


I spit on your grave (2010)


"Ich spotze auf deine letzte Ruhestätte...",
Wer einen solchen Satz von sich gibt muss schon einen Riesengroll bzw Hass gegen die verstorbene Person hegen...
Was bringt einen Menschen dazu ernsthaft darüber nachzudenken auf ein Grab speicheln zu wollen?
Bestimmt will er nicht die Pflanzen düngen.
Nein, er scheint eine wahrhaftige Abscheu zu empfinden.
Also nicht das Gefühl das man gegenüber einer Politesse verspürt wenn diese einem ein Knöllchen reindrückt oder auf den Mathelehrer, wenn der einen mal wieder zum Nachsitzen, oder schlimmer noch, Nachrechnen verdonnert hat.
Nein! Die Missetat des von uns gegangenen Mitmenschen muss schon wirklich sehr, sehr gemein & niederträchtig gewesen sein...
Das scheint also eher in Richtung Autolack zerkratzen, körperlicher Missbrauch, fieseste Demütigung oder höchstwahrscheinlich Vergewaltigung gegangen zu sein!
Niemand würde sich sonst die Mühe machen, unter der kräftezerrenden Aufwendung seiner gesamten Mundraummuskulatur, eine derartig enorme Menge an Speichelflüssigkeit zu produzieren, nur um diese dann auf die Erde eines geheiligten Ortes zu entladen.
ANALYSE:
Die von Sarah Butler gespielte Jennifer Hills, ist in der Neuverfilmung des Exploitators von 1980, sogar derartig angepisst das sie Körperflüssigkeit für ganze 5 (Fünf!) Gräber in ihrer Mundhöhle angesammelt hat.
Natürlich müssen diese Gräber ersteinmal belegt werden damit danach ausgiebig auf das Blumenbouqet gekuddelt werden kann.
Die Sargreservierungen stehen jedenfalls fest:
Das grausame Ende des Feminismus:
Jetzt wollen alle Kerle beweisen das sie nicht nur den längeren,
sondern logischerweise, auch härteren Prügel haben...

Es sind die Namen der örtlichen ("lokalen"!) unkultivierten Dorfproleten:
grölende, nichtsnutzige Dumpfbacken wie sie im Buche stehen (aus dem sie ironischerweise nicht einmal lesen können!)
Apropos gebundenes Papierdings mit diesen komischen Fleckstaben:
ein solches versucht Jennifer fernab der hektischen Zivilisation in einem isolierten, mit dem Rücken zur Wand gebauten, Walddomizil zu verfassen.
Auf dem Weg dorthin setzt sie eine Kette von Ereignissen in Gange...nicht nur das sie den Fehler und die Dreistigkeit begeht der tumben Tankstellenclique einzugestehen das sie die Fähigkeit besitzt Lesen und Schreiben zu können, Nein sie bezichtigt die Grenzdebilen auch noch der Todsünde des Analphabetismus....
Das verwirrt den Anführer natürlich in Stolz und Balzverhalten so das er am Lagerfeuer beim geselligen Taubenklatschen beschliesst das Blumen kaufen & "Could i ask you out for Dinner & a movie" Gebrabbel zu überspringen, und gleich ans Eingemachte zu gehen.
Für amerikanische Verhältnisse fasst der Kerl einen geradezu revolutionären Entschluss:
Uralte Weisheiten aus dem FFF (FiesenFrauenFilm):
Traue niemals einer Frau ("Feman") die ihren Fleischwolf
mit Biosprit volltankt...
Warum sich die Mühe machen das arrogante Weibsbild auf ein Daterape einzuladen, wenn man sich Mühe und kosten sparen kann und gleich zum Rape kommen kann?
Also werden die Jungs zusammengetrommelt und der minderbemittelte kleine Bruder eingepackt, der nicht nur schon einen Wangenkuss bei der Holden verbuchen konnte (womit er mehr Frauenerfahrung hat als der ganze Rest)...nein er ist durch seine "echte" geistige Behinderung der "real-ste" von allen.
Also platzt die Rasselbande uneingeladen ins Domizil der, angeheitert vor sich hin schreibenden Rotweinelse, und zeigt ihr mit was für Wassern die örtlichen Mannsbilder gewaschen bzw. ungewaschen sind.
Die Entschlossenheit der lokalen Lausbubenbande kann nicht einmal von Jennifers Schreibblockade aufgehalten werden...
Ent-MANN-uella die Stardirigentin
der Kastrater Knabenchöre:

Sie verfügt nicht nur über die totale Kontrolle des Taktstocks,
sondern ist auch noch in der Lage diesen zu brechen!

Bewaffnet mit ihrem hinterwäldlerischen Charme, einer Schachtel Streichhölzer, einer alten Videokamera, einer Baseballkeule, einem Haufen Errektionen, einer wirklichen scharfen Waffe und allerlei Dorfweisheiten entfesselt das Pack eine "Hüttengaudi" welche sich locker in den oberen Platzierungen der "ungemütlichsten Sequenzen der jüngsten Filmgeschichte" behaupten kann...das Ganze fängt mit kleinen Demütigungen an und endet damit das der "mentally handicapped brother" zu seinem Glück gezwungen wird...
Es gelingt zwar die Flucht welche aber genre-typisch, in den Armen eines vermeintlichen Retters, in diesem Falle der Dorfsheriff, endet, welcher sich aber als Papa und Erzeuger des Rasselbandenhäuptlings zu Erkennen gibt und somit der schlimmste "Fick" von allen ist.
Nachdem sich alle die Hörner abgestoßen haben, lässt man das Opfer in dem Glauben wegtorklen zu dürfen...hier fällt vor allem auf das der Fokus der Kamera auf Jennifer Hills Hintern klebt, denn die "Hills have no hills but a tasty ass..." was einem aufmerksamen amerikanischen Filmforumsmitglied aufgefallen ist...
"...when you see that beautiful ass on the cover-artwork, you get a feeling why those guys raped her.." (Soviel zum Thema Zielgruppenverständnis...)
Als die Meute dem sexy Saftarsch mithilfe Papa´s Pumpgun den Rest geben will, rettet dieser sich mit einem beherzten Sprung von der nächsten Brücke.
Der debile Mob geht daraufhin sofort seinen üblichen Tagesaktivitäten nach...jagen, schlagen und keinerlei Mitschuld tragen. Aus dem Geiste, aus dem Sinn...
Wer die ganze Schweinerei bis zu diesem Zeitpunkt ertragen hat ist höchstwahrscheinlich ein hartgesottener Sonderling dessen geistiger, nihilistischer Nährboden jetzt bereit ist, die finale Besamung durch den Gore-Bauern zu erfahren...
Wer darauf abfährt nach dem Betrachten eines Filmes einen gefühlten Seemannsknoten in den Magen gebunden zu bekommen, der möge den Gürtel locker schnallen.
Es folgt ein grantiger Geschlechterkrieg ohne rechte Gewinner...fast so wie im echten Leben!
Gnadenloses Ende eines fehlgeleiteten Balzverhaltens:
Nachdem es seiner auserwählten Herzdame nicht nur ein sondern gleich beide Augen nachgeworfen hat, das Weibchen hierfür aber keinerlei Interesse bekundet, wird plötzlich der Blick des Männchens seltsam leer und ausdruckslos:
Während es mit einer Art Traueroptik in das Nichts starrt, kann man sein Herz förmlich brechen hören...


Denn ein jeder Genrekenner weiß...wer RAPE sagt muss auch REVENGE sagen...und genau die letzten 60 Minuten machen die Grabeskuddelei zu einer solchen R.A.R.ität. Was Regisseur Steven Monroe nun an "gruesome images" auffährt ist seiner Unbequemlichkeit so drastisch man schleunigst seinen Sitzdonut aufblasen sollte.

DIAGNOSE:
Während der letzten Minuten dieses Rachepornos mußte ich ständig darüber nachgrübeln wann wir angefangen haben unsere "Funsplatter" Unschuld zu verlieren...
Das ganze Szenario wird gegen Ende von einem solchen weltfremden, tiefbösen Nihilismus durchtränkt das mir schier die Spucke wegblieb...
Mittlerweilen wird Gewalt im Film ja nur noch in einem "Ist sie zu hart, bist du zu schwach!" Kontext eingesetzt...
Selbst meine Mutter, die mir früher mit erhobenen Zeigefinger verboten hat solchen Schund anzugucken, frägt mich jetzt, 15 Jahre später, ob ich ihr eigentlich den neuen SAW organisieren könnte, weil sie den gerne mit meiner horroraffinen Tante gucken würde...
"I spit on your grave" anno 2011 wird erst jetzt dem Ruf gerecht, den man dem Original damals schon gerne angehaftet hätte.
Wie Käse musste dieser Film jahrzehntelang reifen um einigen Geschmacksverirrten schmecken zu können.
Manchmal muß ein Schlag in die Magengrube eben nachwirken um wirklich gespürt zu werden....
I just can´t get enough?
I don´t think so...Ich bin zu schwach...
Hochachtungsvoll,
euer Bartel...

Leben und Tod einer Pornobande (2009)


Das derbe Sterben der Serben...


ANALYSE:

Marco, ein verhinderter Filmstudent dessen wohlhabende Eltern nichts locker machen wollen damit der Sohnemann seine cineastischen Träumereien auf Zelluloid bannen kann trifft auf einen runtergekommenen Pornoproduzenten, der zwar nicht gerade die kreativen künstlerischen Visionen des Regiegenies teilt, dafür aber sein Geld...
Einem echten Pornobandenmitglied sind Äusserlichkeiten völlig egal:
Hier wird der Mensch noch nach seinen inneren Werten beurteilt!
So gerät der Träumer in die Welt des dreckigen osteuropäischen Pornogeschäfts, und muß bald feststellen das er hier mit seinen Kunsthochschulwissen auf verständnislose Blicke bzw Ficke trifft...
Kurzerhand macht er sich mit der Kohle die ihm der Pornobaron "vorgeschossen" hat aus dem Staub um das erste serbische Pornotheater zu gründen und so das Beste aus beiden Welten miteinander zu verbinden.
Voller Tatendrang beginnt Marco eine schräge Bande ausgestossener Individuen zusammenzucasten die ihm helfen sollen seine Vision wahr werden zu lassen.
Wer auf diesem Bild eine Outdoor-Goa-Trance-Party vermutet, liegt falsch:
Ein echtes Pornobandenmitglied hört, sieht und praktiziert ausschließlich HARDCORE!

Wer würde nicht gern mit solch illustren Charakteren wie, einem heroinabhängigen Rabenelternpärchen, einer durchgenudelten Möchtegernschauspielerin, zwei HIV-positven Bilderbuchhomos sowie einem grobschlächtigen debilen immer-geilen Riesen, abhängen um mit dieser Truppe ganz großes Theater zu inszenieren?
Ganz großes Kino ist jedenfalls dieser "Derbe Serbe"...
Nachdem der bunte Haufen aus der Großstadt verstossen und von den Pornogläubigern gejagt, mit einem bunten von Pimmeln und Mumus bemalten, Wohnmobil auf Performancetour durch das bürgerkriegszerüttete Land, geht, nimmt auch dieser fiese Film (der bis dahin schon einiges zu bieten hatte) mächtig an Fahrt auf!
Der Plan ist es, die moralische Strapazierfähigkeit der serbischen Landbevölkerung zu testen...
Ein echtes Pornobandenmitglied versteht es ausschweifend zu feiern...
Ihre legendären After-Aua´s & Drill-Out Parties waren derartig gut besucht
das manch Mitglied nur noch durch die Hintertüre kommen durfte!
Doch auch die hinterwäldlerische Dorfmischpoke hat für diese Art der "Kunst" nicht viel übrig...außer vielleicht geladene Flinten, Hass und einen Schrank voller Mistgabeln.

Man kann sich an Genozid gewöhnen aber grenzübergreifender Geschlechtsverkehr ist für das traumatisierte Volk ein absolutes NO-GO genauso wie für uns Deutsche Langos mit Nutella! Doch unsere Pornobande denkt sich "Scheiß der Hund drauf" und geben erst einmal RICHTIG Gas...
Zum Sex gesellt sich jetzt auch noch Gewalt auf die Bühne und Marco´s Vision wird zunehmend unkommerzieller, apokalyptischer und somit auch unvermittelbar...
Radodajka die berüchtigte Türsteherin der Pornobande:
Ihr Auswahlverfahren war stets gnadenlos und hammerhart!

Eben ein "echtes Mitglied"...
DIAGNOSE:
Das die Reise (wie der Titel schon "andeutet") nicht gerade in Frieden, Freude, Eierkuchen enden wird ist ja klar...
Klar ist jedoch nicht das eine solche drastische Perle hierzulande so gut wie totgeschwiegen wurde...
Dieses Schweigen wird jetzt dank der deutschen Veröffentlichung durch die BILDSTÖRUNGS-BANDE gebrochen!
Und all die Verblendeten die behaupten das A SERBIAN FILM die bessere landestypische Alternative ist dürfen mal die Ohren spitzen:
Angeblich war die Intention von Dumpfbacke Spasojević und seinem
pädoprolligen SERBIAN FILM ja, dem von staatlicher Zensur kastrierten Kunst-und Kulturbetrieb seines Landes einen Spiegel vorzuhalten…nebenbei politisierte er sein Machwerk wo es nur ging, um seine im Grunde simpel-banale Provokation auch für die Jäger der verlorenen Metaebene interessant zu machen…
Dabei kam nicht mehr herum als hohles Gerede und ganz, ganz viel nervendes Forums-Tam-Tam…
Kollege Djordjevic hingegen hat zwar einen ähnlich bescheuerten Nachnamen dafür aber die bessere Subversive in sein fieses Filmchen gepackt. Die “Helden” seiner Geschichte sind nichts anderes als die schmutzigen, hässlichen und gemeinen “outcasts” der serbischen Kulturszene…wenn die Kreativität nicht mehr staatlich förderbar ist muss das perverse Tagewerk des Künstlers eben wieder ganz “D.I.Y.”-like als Snuff-Performance zelebriert werden…! Letztendlich bietet die PORNOBANDE die weitaus interessanteren (weil eben auch brisanteren) Gesprächs-und Denkanstösse. Hoffen wir das die wunderbaren bildgestörten Jungs & Mädels  mit einem weiteren genialen Release einen Teil zur serbischen Vergangenheitsbewältigung beitragen und das dadurch der “andere” serbische Arschlochfilm ins verdiente Vergessen gerät! 
Also los: Blast euere Sitzdonuts auf denn dieser filmische Bastard wird ganz schön unbequem werden...
Aber an eine ungemütliche Reise erinnert man sich noch in 40 Jahren, während der luxuriöse All-Inclusive Urlaub meist schon nach der ersten Arbeitswoche vergessen ist!

Dogtooth (2009)


Isolation als Familienentwurf! Ein Elternpaar hat es sich zur Aufgabe gemacht seine zwei Töchter und den Sohn, vollkommen von gesellschaftlichen, sozialen und all den anderen üblen Einflüssen der echten & virtuellen Welt zu schützen und ihre Sprösslinge komplett abzuschotten.
Seit Geburt an sind sich die Kinder nicht bewusst das es eine Welt ausserhalb des, von einer riesigen Mauer umgebenen Grundstückes ihres Elternhauses gibt...
Auch der menschliche Tausendfüßer
durchläuft verschiedene Wachstumsstadien:
Phase 1 - Der Human Solopide...
Da Papa und Mama auch glauben das selbst in der Sprache und deren Wortassoziationen die Gefahr lauert erklären sie ihren Kindern das ABC von Grund auf neu.
So wird aus einer harmlosen Blume eben ein Zombie, aus einem Haus ein Schweinebraten und Katzen sind in dieser schönen neuen Welt, gefährliche blutrünstige Monster! Da schlägt sich jeder Sprachwissenschaftler die Hand vor den Kopf!
Aus Mangel an optischen und körperlichen Eindrücken beginnen die Geschwister sich die Zeit mit bizarren, selbsterfundenen Geschichten und Spielchen zu vertreiben.
"Nein! Ich will nicht mehr!"
Ausdrücke des Pazifismus: Der schmollende Heckenschütze
Da wird eben um die Wette hyperventiliert bis der Kopf dampft! Leider platzt auch die schönste Seifenblase irgendwann einmal...denn irgendwann bekommt das Töchterlein mit das da draußen mehr passiert als ihr die pädagogischen Veranstaltungstips weismachen wollen!
Es kommt wie es kommen muß! Die Jugend fängt an mehr Fragen zu stellen als es ihren Alten lieb ist und als die Antworten ausbleiben beginnt, wie soll es anders sein, die Rebellion in den eigenen vier Wänden.
Weil Papa ihnen stets erzählt hat, das man erst erwachsen und selbstständig ist wenn einem die Backenzähne ausfallen werden diese in Eigenarbeit prompt per Hantel aus dem vorlauten Mundwerk geschlagen!
Da bleibt selbst den hartgesottesten 68er die Spucke weg!
Ein Film für alle die sich damals immer trotz Hausarrest davon gemacht haben und sich nie von ihren Eltern verstanden fühlten. Für Erziehungsminister, Jugendpädagogen und Ursula von der Leyen der absolute Horror! The kid´s are allright!
Was machen eigentlich die Zwillingsschwestern aus THE SHINING?
Stark traumatisiert durch Kubricks diktatorische Regie schaffen sie
es bis heute nicht ihre Rolle abzulegen...für immer und immer und immer...

Donnerstag, 10. März 2011

Legion (2010)


LEGION
Wenn Gott angepisst ist, ...regnet es auf der Erde!

ANALYSE:
Invasion der gefiederten bibeltreu gottesfürchtigen Nevada Fried Chicken Boys
Es gibt Momente in unser aller Leben in denen wir aus Unachtsamkeit einen nicht wieder gut zu machenden Fehler begehen, dessen Konsequenzen uns dann für den Rest unserer jämmerlichen Existenz verfolgen. In anderen Situationen holt uns eine dunkle, bösartige Vergangenheit ein die wir am liebsten für immer in eine Tupadose sperren und in den Tiefen der Erde verbuddelt hätten.
PROPHEZEIUNGEN EINES SANDLERS:
LEGION völlig unvoreingenommen anzuschauen kann
ähnlich verheerende Auswirkungen haben wie ein
Sandsturm auf der A9...

Für genau diese Art von Extremzuständen wurde einst von einem schlauen militanten Wüstenfuchs die Fremdenlegion gegründet. Ein Verein staubiger, schmuddeliger und mürrisch heruntergekommener junger Dreckskerle, die nichts lieber tun als sich den ganzen lieben langen Tag vor ihrer Vergangenheit zu verstecken und dieser im Idealfall auch zu entkommen.

Hier in Mitten von Nirgendwo und unter Seinesgleichen kann man eventuell den Seelenfrieden und das Vergessen finden.
Das ist dann nämlich die einzige Option die dem gebeutelten Individuum bleibt nachdem es den grenz-debilen apokalyptischen EngelHartChor Schocker "LEGION" gesichtet hat.
Denn es gilt das absolute Grauen zu verdrängen. Ein so enormes, filmisches Übel für das nicht einmal die Isolation und Anonymität der Fremdenlegion reicht um es aus seinen Gedanken zu verbannen. Nein, hier hilft nur noch die Gründung und der sofortige Beitritt in eine ehrenlose Fremdschämlegion!

Die Spannung dieses religiösen, mit Engelsfedern gefüllten Kissenschlachtenepos kommt nicht im Geringsten an den nervlichen Adrenalinkick heran den man empfand, wenn man während der großen Pause mit den Mädchen aus der gegenüberliegenden Sonderschule Himmel und Hölle spielen durfte. Die Handlung dieses intellektuellen Sandsturms hat ungefähr soviel Substanz wie eine herbei fantasierte Fata Morgan
(oder Mudda Morgana wenn man die Gleichberechtigung der Geschlechter respektiert).
Da wird selbst Oma sauer: In LEGION reihen sich schlechte Zähne
an schlechte Zähne wodurch dem Ganzen einfach der "Biss" fehlt!
Man hofft das Beste, sehnt sich eine Erfrischung herbei, realisiert jedoch im selben Moment das das alles nur Wunschdenken ist und die Enttäuschung unausweichlich ist. Warum sollte man sich auch für einen (in dieser Form zum hundersten Mal von den Toten auferstandenen) Film interessieren der uns mal wieder, wie all die unzähligen Male zuvor, die gleiche fade schmeckende Handlungspasta serviert und Abwechslung vortäuscht indem er einfach statt Gewürzketchup Grillsenf oben drauf kippt.
Der dirty old allmächtige Rauschebart tragende Oberpäderast hat mal wieder die Schnauze gestrichen voll.
Seine Schöpfung führt sich nämlich seit geraumer Zeit auf wie bei Hempels unterm Sofa und deshalb schickt er seine flatternden Hühnerbrust-Callboys aus um dem ganzen ein Ende zu machen. Diese haben die Ewigkeit im Paradies anscheinend damit verbracht "EVIL DEAD" in der Endlosschleife zu glotzen, denn statt sich ihrer Schwerter und langen Fingernägel zu bedienen, ergreifen sie lieber vollen Besitz von den armen menschlichen Seelen um diese in besessene Raudis zu verwandeln.
Das haben wir gerne:
Immer schön das Maul aufreissen und
den Harten markieren aber am Wochenende
ehrenamtlich kleine Pfadfinder belästigen!
Ähnliches lässt sich auch von LEGION behaupten!
Die fangen dann an göttliche Grimassen zu schneiden und total "high on believe" die Wände und Decken entlangzukrabbeln.
Eine Gans ist ein Engel ist eine Spinne ist ein Fassadenkletterer ist eine Art zombiefizierter Spinner.
Ein Gleichnis so abwechslungsreich wie ein
JAMBA-Spar-Abo. Wer soll diesen hyperaktiven flatternden Fundamentalistenhaufen also aufhalten?
Natürlich eine handvoll Auserwählter die in einem Wüsten Drive-In festsitzen.
Glücklicherweise schlägt sich ein göttlicher Motivations-Coach auf deren Seite. Ein aufmüpfiges Engelchen, der die gefiederten Eier hatte, in Zeiten der Krise seinen unbefristeten Arbeitsvertrag zu kündigen und sich mit dem Big Boss anzulegen.
Natürlich hört dieser, um der Vorlage treu zu bleiben, auf den Namen Gabriel oder Hubert oder Karl-Heinz Otto oder was weiß ich...
Mensch, ist das öde hier!
Dieses verwahrloste Still-leben
bringt den Film schön auf den Punkt!
Darsteller die aussehen wie bestellt und nicht abgeholt
werden im wahrsten Sinne des Wortes zu "Da Steher"...


Dr. Engelhardt hat brisante Infos aus der Chefetage im Gepäck.
Die abgewrackte, von Anonymus angeschwängerte, kellnernde Trailerpark Serviersau... ähm... Verzeihung... Servierfrau wird in den nächsten Stunden, den Auserwählten, den Messi-sias auf die Welt pressen.
Diesen gilt es nun mit vollen Waffeneinsatz gegen eine Armee geistesgestörter ChickenWings zu verteidigen.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten rauft sich die atheistische Selbsthilfegruppe zusammen und dann...
GIB IHM!!!!
Allerdings viel zu wenig und viel zu inkonsequent.
Da sind die Gorehounds ganz schnell, ganz schlecht gelaunt!  

DIAGNOSE:
Um es kurz zu machen:
Wer einen besinnlichen, religiösen Film für die Feiertage sucht sollte auf den wesentlich besseren und älteren Bibelblockbuster God´s Army zurückgreifen.
Hier gilt die alte überlieferte Faustregel:
Das alte Testament bietet stets mehr Sex, Gewalt und derbere Action als die lieblos runtergekritzelte Neufassung.
Dann freut man sich wenigstens auf ein Wiedersehen mit einem beflügelten Christopher Walken und nimmt den Kerl gleich beim Namen:
Vor einer so schlecht verfilmten Gotteslästerung wie "LEGION" sollte man schleunigst weg-walken, oder besser noch: Rennen! Run for your soul!

Hochachtungsvoll,
euer Bartel

Calvaire (2004)


ANALYSE:
Ich und CALVAIRE,...CALVAIRE und Ich!
Eine schier endlose Liebesgeschichte...ich weiss auch nicht, aber der Film hat mich am 1. Januarmorgen nach einer exzessiven Sylvesternacht 2008/2009 so derart eiskalt erwischt und ins Cineastenherz getroffen das ich ihm seitdem hemmungslos verfallen bin!
Das ist ganz großes Kino...mit wunderbar eingefangenen Bildern und einer Story so vollgepackt mit kruden, schwarzhumorigen und grauenhaften Überraschungen das dies auf keine Kuhhaut...bzw...Schweinehaut mehr passt...
Auch vereint Fabrice Du Welz´sagenhafter Debutfilm soviele Genres miteinander das es die helle Freude ist.
Horror-Liebes-Terror-Weihnachts und Familienfilm waren niemals so unzertrennlich miteinander verschmolzen wie hier! Ach ja...der Tanzfilm ist auch vertreten mit einer der bizarrsten Szenen die jemals auf Film gebannt worden sind..aber schaut selbst...
TOLL! TOLL! TOLL!


DIAGNOSE:
Endlich!!! Endlich wieder, eine von der Masse nicht gern gesehene, cineastische Liebesperle, die einem, Kraft ihrer Kunst, das "Hosentürle" sprengt ohne das man selbst noch Hand anlegen braucht!
Der Film handelt von einem Franzosen der seinem prolligen Heten-Dasein ein für allemal den Rücken kehren muss!
ER oder auch Marc Stevens (Name v.d.Red. geändert) sehnt sich nach bäuerlicher Nächstenliebe a lá Hansi Hinterseher die er durch auf ARTE laufenden TV-Serien deutscher Herkunft zu kennen glaubt.
Da er kein CSU-Mitglied (im engeren Sinne) ist und Bayern strenge Einwanderungsgesetze & -auflagen auf Ausländer ausübt, sucht ER sein Glück samt seinem besten Stück, in der jungfräulich-perversen französischen Backwood-Cómmúnité. Angekommen machen IHM die allesamt aktiv männlichen Dorfproleten inklusive ihrer tierischen Leidensgenossen schnell klar, daß Sie offen für alles sind.
Aufnahmerituale a lá "Frühschoppen mit Penis im Kalbe", Sportarten wie "Saustall! Hosenstall! Überfall!", und hinterländisch-kulinarische Spezialitäten wie das "Sodom Bléu" begeistern und gefallen (nicht nur dem liberalen Rezensenten und Zuschauer) und lassen sogar allen Schauspielern (frz.:actéurs) Raum für denkwürdige, merkwürdige ja sogar menschliche Interpretationen ihrer Rollen, wie man sie seit Transformérs nicht mehr gesehen hat.
Die Musikauswahl dieses (ich trau mich es gar nicht laut zu sagen) '"Klassikers" reicht von
"Muuuhh, steck in mir rein!" bis "Määähh, zieh in wieder raus!".
Nach dem unsittlichen Finale jedoch nimmt der Film ein jähes tragisches Ende,....da er aus ist!!!
Da hilft dem geneigten Sodomist während des Abspanns nur noch der Griff in die Hose um dieses "warme, gute Gefühl" welches bei Sichtung dieses St(r)eifen allgegenwärtig war, für noch wenigstens 5 minutés zu erhalten:

5 Minuten die für alle Liebhaber des französischen-Schwulenfilms zur Ewigkeit werden können....