Dienstag, 13. Dezember 2011

Verschreibungspflichtiges Zelluloid (07) DEZEMBER - The Tree of Life

THE TREE OF LIFE (2011)
Über Terrence Malicks Werk als schnöden Film zu sprechen, käme einer Todsünde gleich.
Das meinen zumindest all jene fundamentalistischen Hardliner, die sich Malicks Oeuvre zu ihrem persönlichen Glaubensleitfaden ausgelegt haben, der nun mit THE TREE OF LIFE sozusagen in der vollkommenen Erleuchtung endet. Hier kann man nur noch schwierig von einem Film bzw. einer Handlung sprechen, denn dies ist eher ein theologisches Ereignis von existenzerschütternder Tragweite.
Hier müssen schon neue Wörter erschaffen werden:
Wörter wie Cineterik...die logische Weiterführung von Cinematografie und Esoterik....eine cineterische Erfahrung, nicht mehr und nicht weniger.
Um diese frohe Botschaft auch mit der nötigen Sakralität abzurunden, haben wir von der MULTIPLEN FILMSTÖRUNG keine Kosten und Mühen gescheut um euch, hier und jetzt weltexklusiv, Auszüge aus dem verschollen geglaubten Bildmaterial zu präsentieren, welches während der Dreharbeiten (so wird vermutet) von Gott höchstpersönlich aufgenommen wurde. Auch wenn die Skeptiker jetzt wahrscheinlich aufstöhnen werden, aber wie die Legenden berichten soll Gott übrigens eine Digitalkamera besitzten die mit UNENDLICH VIELEN Megapixeln ausgestattet ist. Na? Da seit ihr jetzt aber baff!

WELTEXKLUSIVES BILDMATERIAL DER "THE TREE OF LIFE" DREHARBEITEN:

Auf dieser Aufnahme sehen wir wie sich Hauptdarsteller Brad Pitt und  Regie-Gott Tetrence Malick bei einem letzten gemeinsamen Badeausflug mit einem lässig anmutenden Handschlag verabschieden.
Der Eindruck täuscht jedoch:

Der Abschied fällt einer Seite schwerer als der anderen.
Wie groß ein Walpenis aber nun wirklich ist bleibt leider eines der zahlreichen Geheimnise des Films bzw. Mysterien des Lebens!
Ein klasse Schnappschuss von Sean Penn der sich (was viele gar nicht wissen) wirkich während der Dreharbeiten das Leben genommen hatte. Diese Form von "Method Acting" ist bei den meisten Vertretern der Zunft verpöhnt, wird abfällig sogar "Snuffed Acting" genannt und selten vollzogen da die meisten es sich nicht zutrauen nach Eintritt des Todes mit Hilfe einer mühselig antrainierten Atemtechnik und der übersinnlichen Kraft, einer "zwischen-den-Welten-wandernden Ektoplasma-Vagina" namens Lee Strassberg, sich selbst durch den eigenen After widerzugebären! Sean Penn jedenfalls soll es geschafft haben, manifestierte sich aber ko(s)mischerweise körperlich in die Urdaseinsform zurück in der er schon damals  Dinosaurier keck um deren letzte Kippen anhaute..
Angelina Jolie war die gesamte Drehzeit anwesend um den Treuestatus ihres Gatten zu checken....doch ihr divenartiges Getue brandmarkte sie schnell zur Aussenseiterin...deswegen wuchs ihr auch prompt ein Fell welches sie kugelförmig um ihre 37 Adoptivkinder wuschelte, um sich dann in einen knuddeligen Gebärmutterball zu transformieren! Terrence Malick aber in seiner schieren Fabulierlust gar ungebremst, prägte den Begriff "Schmuseknödel" als er bei den Außenaufnahmen auf dem Mond unglücklich über Brad´s Busch stolperte!
Nachdem Malick die Dreharbeiten für beendet erklärte, wurden erst einmal mehrere hundertausend Kilometer an biologisch abbaubaren Kabelleitungen aufgerollt, die sich circa 30 Mal um den Erdball gewunden hatten.
Auf die naive Frage eines noch anwesenden Statisten "Welchen tieferen Sinn dieser Film denn nun hätte, ..." antwortete Malick überraschenderweise sogar,
tat dies jedoch in der sagenumwobenen Sprache der Zwergesel.
Ein rein zufällig anwesender Vertreter dieser seltenen Tiergattung, schnappte demnach völlig beiläufig die göttliche Antwort auf.
Er steht  heute noch lächelnd auf dieser Weide, vollkommen glücklich und seelisch erfüllt vom
"SINN des DREHBUCHs"...

Montag, 28. November 2011

Insidious (2010)

- SAG MAL "FENSTER"...
- "FENSTER"!
- DEINE ELTERN SIND GESPENSTER!
Einem solch epischen Film (wie es INSIDIOUS ohne Zweifel ist), kann man natürlich nur mit einer mehrteiligen Rezension gerecht werden Hier also der erste Teil von Bartels fragwürdiger, tiefschürfender...

ANALYSE:
James Wan ist wirklich ein armes, bedauernswertes Filmemacherschwein:
Im Jahr 2003 ersann er gemeinsam mit seinem "partner in crime" Leigh Whannel einen Kurzfilm der leider nicht "kurz" bleiben sollte. Nachdem der Streifen begeisternde Reaktionen auf Seiten der geldscheißenden
"Ich habe keine Ahnung von Filmen aber ich habe Zaster um welche zu machen" Brigade ausgelöst hatte, sammelte man einfach die herumliegenden Almosen ein und investierte diese in eine abendfüllende Langfingerfilmversion des absolut gleich gebliebenen Schwachsinns:
Es ging dabei hauptsächlich um arbeitslose ahnungslose Lethargie-Pappnasen die zu unheiligen Zeiten (meistens vor dem Aufstehen) genötigt wurden an sadistisch-niveauvollen Spielchen der Marke
"Ich-bin-so-geil-auf-deinen-Matsch"
teilzunehmen. Der Spielleiter dieser unfairen Torture-Sports war ein alter miesepetriger Sack namens "Jig-Saw" - die Nervensäge.
Getrieben vom Neid auf das Lotterleben der Anderen und deren Angewohnheit den Tag stets erst gegen 16:30 zu beginnen, hatte es sich der senile Knacker in den tumorbefallenen Kopf gesetzt all den jungen Lebensmüden dieser Welt solange einen Spiegel vorzuhalten bis sich diese am selbigen zu Tode schnitten.
Ein unvergessliches Erlebnis für Groß und Klein:
Eine Fahrt mit der Geister-Wan
Dabei folgte der von Tobin Bell dargestellte Griesgram einer recht fragwürdigen Doppelmoral:
Ein solch nörgelnder Menschenfeind (der sogar selbst hoffnungslos der eigenen Spielsucht verfallen und von der Spielverderberkrankheit Krebs befallen war...) wäre wohl kaum dazu in der Lage entscheiden zu können, was den jungen dekadenten Menschen von Heute Spaß zu machen hat und was nicht. Keinem noch so jugendlichen Wirrkopf bereitet es jedenfalls Vergnügen, mit einer umgedrehten Bärenfalle anstatt der festen Zahnspange im Maul aufzuwachen. Dem pubertierenden Publikum anscheinend schon, denn seltsamerweise traf der kauzig-sadistische Unsympath den gewaltgeilen Nerv jener Zeit und entwickelte sich fortan zum wohl beliebtesten (Film-)Bösewicht jenseits des Dalai Lahmas, während James Wan sich damit rühmen durfte, der geistige Vater des sowohl nervensägendsten als auch lukrativsten Horrorfranchises aller Zeiten zu sein.
Doch so sehr man den Herrn Wan für diese vergangene Kulturbanauserei auch anfeinden möchte, so sehr wird man ihn, nach Sichtung seines filmischen Friedensangebots INSIDIOUS in die Arme nehmen und kräftig knuffen wollen!
Die merkwürdige Welt der seltsamen Merchandise-Artikel:
HEUTE: Die "Star-Wars-Darth-Maul-Kuckucks-Uhr"

Da fühlt man sich wieder wie ein Kleinkind auf dem Rummel das mit angsterfüllter Vorfreude und vollgeschissener Hose, in der Schlange vor der Geisterbahn darauf wartet als nächstes an die Reihe zu kommen. Wer liebt sie nicht? Eine Fahrt mit der Geister-Wan!
Denn nichts geringeres will INSIDIOUS für den geneigten Freizeitparkfanatiker sein:
Ein grenzdebiler Thrill-Ride ohne unnötig-überfrachteten-Erklärbär dafür mit ganz, ganz viel infantilen "Volle-Windel-Flair"!
Dabei macht James Wan anfangs noch alles so verkehrt wie irgendwie möglich, indem er versucht uns einen stimmungsüberfrachteten Atmo-Schmock(er) aufzubinden.
Diesem gelingt es auch beinahe uns das Fürchten und unserer Bettwäsche das Stinken zu lehren. Doch wer mag schon derartig fiese unterschwellige Filme die uns durch ihr beunruhigendes Gedankengut vom wohlverdienten erholsamen Schlaf abhalten wollen?
Dabei ist der geistlose Handlungs-Spuk der uns hier aufgebunden wird in seiner Debilität durchaus schockierend!
"Na jetzt  hört mal auf zu weinen ihr kleinen Angsthasen, ihr! Die Oma ist extra mitten in der Nacht zum Enkelknuddeln gekommen! Schaut doch mal her! Sie hat euch sogar eine Kerze mitgebracht!"
AAAAAH! Was war das denn?
Ach, doch nur mein Bildschirmschoner. So etwas passiert eben armen Seelen wie mir, die zulange mit der Formulierungsfraktion fachsimpeln (bzw. liebäugeln) wollen...
Wo waren wir stehengeblieben...? Ach ja, die eiskalte Handlung.
Am Anfang ein gar garstiges Bild. Das uns wohlbekannte Kinderzimmer mit eingebauter Kamerafahrt die in dessen dunkelster Ecke endet. Aus der angezoomten Finsternis schält sich nicht etwa eine grauenhafte Geisterfratze sondern etwas das in der Bedrohlichkeit seiner Heimsuchung weitaus erschreckender ist:
Das fahle Gesicht eines Großmütterchens das mit bereits angefeuchteten kneifbereiten Fingerspitzen auf die unschuldigen Wangen ihrer Enkelkinder lauert!
Streichereinsatz! Titelblende! INSIDIOUS! Hinterhältig! Wie wahr, wie wahr...

Man merkt sofort das es sich hier um eine herzlose Mutter handeln muß, die einfach so und ohne Vorwarnung die fiese Oma ins Kinderzimmer schickt und sogar vorher noch das Licht ausmacht! Im Vorspann wird uns dann die Architektur des zu bespukenden Hauses in Form eines "Wo ist Walter?"-Spiels mit allerhand geisterhaften Erscheinungen dargeboten. Der Hausflur, die Wohnküche, die Abstellkammer und plötzlich erscheint ein herumlungernder Schuhlöffel hinter dem sich ein schemenhafter Polterbuddy versteckt hat.
Wer hat´s als erster gesehen? Nur die Mutproleten aus der Drahtseilnervenfraktion, die sich noch nicht die Hände vor´s Gesicht gehalten haben!
Hier wird auch den Kleinsten das Horrorfilmgucken und die Fähigkeit des neumodisch architektonischen Austüftelierens auf eine spielerische Art und Weise nähergebracht. Toll!


PARAMAMA, PARAPAPA UND PARANORMALE PYJAMAS
Glücklicherweise erspart uns der Film die nervenaufreibenden Details einer anfänglichen Heimsuchung, denn die Handlung setzt erst ein nachdem die Familie bereits ihre eigene selbstfinanzierte freistehende Immobilie bezogen hat.
Hier beweist die Regie ein, für den Genrefilm, lang vermisstes Taktgefühl.
James Wan weiß nämlich genau was er seinem Publikum zumuten kann:
Der perverse Folter-Porno einer sadistischen "Hausbesichtigung durch den Makler" gehört jedenfalls nicht dazu!
Nach der Aufblende sehen wir die Hausmama in den obligatorischen, halb ausgepackten Umzugkartons wühlen um sich bei einer gemütlichen frühmorgendlichen Inventur der familiären Fotoalben in eine rauschartig melancholische Stimmung zu sentimentalisieren.
Unerwarteterweise schlägt das Grauen hier bereits zu!
Durch das mütterliche Herumrascheln um den Schlaf gebracht, erscheint der mürrisch-müde Sohnemann auf der Bildfläche und offenbart gleich zu Beginn das wohl düsterste Geheimnis seiner Sippschaft: Das Blag trägt doch tatsächlich die haargenau gleiche Schlafklamotte wie seine Geburtshelferin! Ein modisches Desaster von schemenhafter Farbe mit allerlei affenartigen Getier und schlecht gezeichneten Bildern einer Hülsenfrucht bedruckt...
PARANORMAL AFFIGER PYJAMA:
Beim Schlafwandeln erwischt zu werden kann peinlich sein,
in dieser Schlafklamotte allerdings ist die Blamage absolut vernichtend...
Der Film ist noch keine fünf Minuten alt und betritt bereits die Metaebene des psychologischen Horrors. Gab es diese Penn-Panties wohl im "Mutter-Sohn" Doppelsparpaket oder hat sich die arme Frau extra in eine Kindergröße gezwängt um ihren Sohn damit zu beeindrucken? Ähnlich wie bei David Lynch bleibt uns James Wan die Antworten schuldig und schafft es dadurch frühzeitig Beklemmung zu verbreiten.
Schließlich sind alle wach. Zwei mittelgroße Jungs und ein Baby und auch der ausgewachsene Bub - der Ernährer - praktizieren nervtötende Frühstücksrandale.
Papa scheint den Braten allerdings zu riechen denn nach fachmännisch väterlich-verteilten Wangenküssen macht er sich schleunigst aus den Staub und in die rettenden Gefilde der Maloche. Nirgends ist man vor familären Spuk sicherer als im eigenen Büro.
Diese traditionelle Faustregel soll sich natürlich auch bewahrheiten.
Nachdem der Versorger das Haus verlassen hat klemmt sich die Mutter natürlich sofort hinters Babyfon und führt ein äußerst wichtiges Selbstgespräch mit einer ihr bereits fremd gewordenen Muse. Nebenbei stimmt sie schmissige selbstkomponierte Sozialbaladen am Piano an und verstört damit nicht nur den Zuschauer sondern auch die Geister, die sich frühzeitig dazu genötigt sehen dem Spuk ein Ende zu bereiten.
Das altmodische Kettenrasseln reicht bei einem solchen Härtefall natürlich längst nicht aus, deswegen wird einfach das Babyfon verhext und dessen vertraglicher Tarif wie von Geisterhand in die Höhe geschraubt. Ab sofort wird jeder angenommene Anruf kostenpflichtig! Jetzt erscheint Mama sogar die eigene Telefonrechnung unheimlich und deshalb beschließt sie, daß es fortan wohl besser wäre den schnurlosen Apparat auf lautlos zu stellen und die quärulierenden Störgeräusche ihres bewindelten Sprosses vorsorglich zu ignorieren.

Das dumpfe Gefühl das seine gesamte Familie sich hinter seinem Rücken über ihn lustig machte wurde er einfach nicht mehr los. So schnell er sich auch versuchte umzudrehen - sie waren immer schneller...
Von der Mutter mit der kalten Schulter bedacht, wird das Kind natürlich übellauniger als es ohnehin schon war und entwickelt einige abnorme frühreife Perversionen:
Es bedankt sich bei Mama mit einigen anonym-obszönen Anrufen, die aus grunzigen, wohllüstig-gekeuchten Bäuerchen bestehen.
Anstatt das Kind für sein ausgefallenes Stimmtalent zu belohnen, reagiert die Mutter völlig verkehrt und übertrieben hysterisch:
Sie verfällt dem Irrglauben, daß sich die, doch gerade erst bezogene Behausung, negativ auf die Entwicklung ihrer Kinder auswirken könnte und schafft es sogar, den völlig verdutzten Ehemann mithilfe einiger mehr oder weniger vorgetäuschten Panikattacken von einer sofortigen und überaus kostspieligen Komplettumsiedllung ihrer gesamten Sippschaft, zu überzeugen.
Das merkwürdige Verhalten der Mutter und die plötzliche Veränderung des gesamten sozialen Umfelds ist natürlich Gift für die geistige Gesundheit eines Kleinkinds weshalb einer der Jungs lieber gleich den Kelch der Wahrnehmung dankend weiterreicht um sich dadurch selbst in ein medizinisch-fragwürdiges Koma zu versetzen.
Nahezu 20 Ehejahre lang war es seiner Gattin gelungen, im Schutze der schummrigen Beleuchtung ihrer Energiesparbirnen, das düstere Geheimnis zu verbergen. Schließlich jedoch vermochte er es mit Hilfe seiner batteriebetriebenen Starkstrom-Laterne, die grauenvolle Wahrheit ans Licht zu bringen:
Die Ähnlichkeit mit seiner Schwiegermutter war nicht mehr von der Hand zu weisen!

Den Spoiler schon auf dem Filmplakat preisgebend, wissen spätestens jetzt alle Bescheid:
Nicht das Haus ist besessen, ...sondern eher die Mutter.
Jeder der schon einmal  über einen längeren Zeitraum das Vergnügen hatte mit einem Vertreter der weiblichen Spezies zusammenzuwohnen, vermag es natürlich, diesen "plot-twist" bereits mehrere Kilometer gegen den Wind zu riechen.
Dummerweise setzt James Wan auch bis zur gefühlten Mitte des Films auf die unheilvolle Stimmung einer klassischen Gruselatmosphäre und schafft es somit fast auch den letzten tapferen Zuschauer zu vergraulen bevor er überraschenderweise das Steuer waghalsig herumreißt:
Auf einmal wird aus INSIDIOUS ein lupenreiner F.F.F. (Fieser Frauen Film) der alten Schule!
Vom ständigen Immobilienwechsel sowohl finanziell als auch emotional stark gebeutelt glaubt der bemitleidenswerte Ehegatte das es schlimmer nicht mehr kommen könne und wird natürlich ganz "genretypisch" eines Besseren belehrt.
Die werte Gattin hat sich nämlich unangekündigten Besuch der übelsten Sorte geladen:
Seine eigene Mutter!
Dieser herumwuselnde (von Barbara Hershey beängstigend genial gespielte) esoterische Brummkreisel heizt die ohnehin schon gespannte Stimmung gänzlich auf, indem sie die peinlichsten paranormalen Geschichten aus der Vergangenheit ihres Buben zum Besten gibt:
Ihr Sohnemann hatte nämlich schon immer ein Problem mit der erdrückenden Macht ihrer fürsorglichen Mutterliebe. In seiner Verzweiflung ließ er einfach dämonische Mächte von sich Besitz ergreifen mit deren Hilfe er es endlich vermochte den Erziehungsmethoden seiner eigenen Mama den Stinkefinger zu zeigen.
(...TO BE CONTINUED...)


Dienstag, 22. November 2011

Tetsuo - The Iron Man (1989)



SCHRANZKINO
DER FILM ALS SCHROTTPRESSE


Der Blockbuster-Geheimtip für alle Zahnsteinfanatiker:
Bei TETSUO wird nicht lange in die Röhre geschaut sondern lieber gleich hineingebissen!
Besser auf die Jumbo-Portion Popcorn verzichten und stattdessen die XXL-Packung  Calciumtabletten aus dem heimischen Medizinschränkchen kramen. Ein Snack passend zum Film:
An Geschmacklosigkeit nicht mehr zu überbieten!


WIE RECYCLE ICH RICHTIG?

Eine Einleitung von Bartel
:

Das wohl außergewöhnlichste verschreibungspflichtige Zelluloid dieser Tage kommt völlig überraschend von den Schrotthändlern der Koch Media. Fälschlicherweise von mir jediglich als Blu-Ray Veröffentlichung von "Zack-Bumm-Tsukamoto´s" schändlichsten Verbrechen TETSUO - THE BULLET MAN gehalten, übersah ich dank meiner nebenberuflichen Tätigkeit als Vorurteilsbefürworter, daß hier jemand tatsächlich ein wertvolles Stückchen Kupfer in einen Klumpen Scheiße gepackt hat!
TETSUO - THE IRON MAN Vorgänger und Vorreiter manigfaltigster cineastischer Brainfucks wurde als Schmankerl mit auf die Scheibe gepackt. Wenn die Gerüchte stimmen wurde ihm sogar eine neue hochauflösende Lackierung spendiert, deren Qualität ich zwar misstrauisch aber auch nicht ohne das ein oder andere Freudentränchen im Auge gegenüberstehe. Die Tatsache das es sich hierbei um die wohl erste Blu-Ray Veröffentlichung des Bodyhorrorklassikers in unseren Landkreisen handelt ist auf jeden Fall "mindblowing" genug. Wer sich noch nie einer Neurosen-Neu-Füllung durch Tetsuo´s Pimmelbohrer ausgesetzt hat bekommt jetzt auf jeden Fall ausreichend Gelegenheit sich die Synapsen neu verlöten zu laßen. Viel Freude macht das!


ANALYSE:
Shin'ya Tsukamoto der für außergewöhnliche Filme und Perfektion bekannt ist, konnte auch bei diesem Film die Finger nicht von „allem“ lassen. So hat er das Drehbuch geschrieben, Regie und Produktion geführt, die extreme Kameraführung bestimmt und sich am Ende sogar in ein Metallmonster verwandeln lassen. Der Betrachter dieses experimentellen Streifens, erfährt auf sehr verrückte (teilweise sogar anstrengende) Art und Weise, wie sich Tsukamoto die Verwandlung von Mensch zu Maschine vorstellt.
DIE PUBERTÄT:
KAMPF GEGEN DEN EIGENEN KÖRPER

Der fiese Befall von Akne kann tiefe Narben in Gesicht & Seele
eines jungen Menschen hinterlassen...

Ein metallverliebter Mann verspürt ein Verlangen danach, seinen liebsten Stoff nicht mehr nur anzufassen, sondern weiterzugehen und sich Altmetall in den Körper zu implantieren. Leider hat er kein angemessenes Fachwissen und so beginnt das Metall zu rosten. Der Rost breitet sich aus und vergiftet alle Organe. 

Ein Mediziner weiß vielleicht, dass Rost im Blut Folgen hat und sich der menschliche Körper langsam aber sicher in eine Maschine aus Metall verwandelt. Zunächst unwissend, nun schockiert läuft der gammelnde Freak auf die Straße, nur um dort von einem Bürohengst und dessen perverser Frau überfahren zu werden. Er überlebt den Zwischenfall, doch will mit seinem Leid nicht alleine gelassen werden. Deswegen sucht er diesen Anzugträger, dem er dann aus Rache seinen Metallfetisch "einverleibt" – so wird auch dieser zur Maschine.
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UNGEWOLLT UND UNERWÜNSCHT:
DIE PENISVERLÄNGERUNG

Die plötzliche Ausprägung des Geschlechtsorgans
ist für viele heranwachsende Buben eine geradezu
schockierende Erfahrung!

Der Film könnte vor allem eingefleischten Ravern gut gefallen. Nicht nur besteht der Score aus deftigen Elektrobeats, nein auch die Bilder tragen das Lebensgefühl der Schranz-Szene in sich. Die Liebe zur Technik wird durch symbolische Metallstücke, abgefahrene Kameraführung, Stop-Motion und Metallpimmel zum Ausdruck gebracht. Das Verlangen, sich Metall einzuverleiben, könnte als missgeleitetes Technikverständnis verstanden werden, die Verwandlung von Mensch zur Maschine als Sinnbild unserer Gesellschaft.
Doch dieses Review wäre kein Ergebnis der Multiplen Filmstörung, bestünde es nicht auch aus einer ernst gemeinten Interpretation, extrem nahe am Sachverhalt...extrem nahe am Menschen!
SHAME ON YOU: 
DIE GESCHLECHTSHAARVERLÄNGERUNG

Das Wachsen und Wuchern
von Bart-und Schambehaarung konfrontiert manch
jungen Knaben mit körperästhetischen Unansehnlichkeiten!

Tsukamoto zeigt mit entfremdeten Stilmitteln den Absturz eines Karrieremenschen in die Techno Szene. Das erste mal druff und mit seiner geilen Alten auf dem Beifahrersitz (-schnell schnell heim-), überfährt der Karrierist seinen Drogen(/Metall)-Dealer. Der Büroarbeiter Tetsuo, packt das noch atmende Überbleibsel in den Kofferraum und entsorgt es im Wald. Dies macht nicht nur seine Freundin feuchter, nein auch Lars von Trier wurde durch diese Szenerie zu einem ganzen Film inspiriert…


Der Dealer allerdings, überlebt - und will Rache. Er sucht nach dem Bürostuhl-Akrobaten, findet ihn und initiiert die anale Einverleibung der ersten Dosis, welche Tetsuos Leben verändern soll.
Von nun an gibt es den gewohnten Alltag nicht mehr: Techno-Freizeit statt Büroarbeit, Schranz statt Enka, Konsum(/Verwandlung) statt Sex.
UNERWÜNSCHT & UNERZOGEN:
DER METAL-FAN

All diese körperlichen Veränderungen lösen bei vielen
Jugendlichen ein geradezu rebellisches Verhalten aus:
Sie fangen an sich auffällig und sonderbar zu kleiden
und haben immer häufiger "einen in der Krone"!

(metallener Front-SPOILER!)
Der Absturz in die Raver Szene geht schneller als dem Betroffenen lieb ist - schon bald ist er nur noch das Endprodukt seiner Metallsucht. Dies führt zu einer unterdrückten Wut, die er nicht auslassen kann - der Dealer kann ihn logischerweise kontrollieren. So dauert es eine gewisse Zeit bis Tetsuo einen Weg findet, sein Unbehagen auszudrücken, was in einem extremen Kampf endet.
Das visuelle Spektakel, dass dem Zuschauer dann als Fausthieb ins Gesicht geklatscht wird, kann vielleicht noch mit üblem Trip auf Kröcher Konzert mit krasser Lasershow verglichen werden – der „Bosskampf“ würde dann einem Tanz-Battle entsprechen. Während sich die Protagonisten kloppen und die Metallteile fliegen, merken die Kämpfer, dass sie einen seltenen gemeinsamen Fetisch haben.
So entschließen sie, ihre Sucht auf den Höhepunkt zu bringen und vereinen sich – im Körper wie im Geiste. Die nun folgende Metallüberdosis bekommt Tetsuo gleich so heftig, dass er sabbernd alles mitmacht was sein Dealer fordert. Dieser verrückte Kerl will nämlich alle Erdbewohner süchtig machen.
Gesagt getan: So beginnt das kolossale Duo die Weltanfixung - mit einer Stadtrundfahrt!
(metallener Heck-SPOILER!)
EINFACH NUR PERVERS:
AGNES AKNE AKTIONEN

Das Ausdrücken der Mitesser
und  Eiterpickel ihres "boyfriends",
übt auf viele junge Mädchen eine
heftige stimulierende & erotische
Strahlkraft aus...

Der Inhalt des Filmes lässt sich schon in wenigen Zeilen zusammenfassen, während die Bilder ein Leben lang verarbeitet werden müssen. Es ist weniger der Gore Faktor, als die Machart – ich erlaube mir diese Aufnahmen „Schranz-Kino“ zu nennen. Die extremen Stop-Motion und Handkamera-Aufnahmen in Kombination mit Farbarmut und japanischer Symbolik erfordern einen willigen Betrachter. Die Spezialeffekte basieren noch sehr ehrenvoll auf Handarbeit und haben aufgrund des Alters eine gewisse Wirkung. Für manch einen „zu alt“ – für den Film-Gourmet eher ein Genuss.

RAVEN STATT RECYCELN:
DIE DUMMGETANZTE JUGEND

Pubertierende Jugendbewegungen führen meist zu
seltsamen Stilblüten: Die "New-Wave" Szene der  80er wurde
von hässlich-futuristischen Turmfrisuren und zahllosem
unrecycelbaren musikalischen "Schrott" geprägt!
DIAGNOSE:
Der 08/15 Hollywood-Banause wird hier genauso abgestoßen werden,wie die Humanorgane der Filmcharaktere. Dennoch oder gerade deswegen, ist der Film ein Must-See für experimentierfreudiges Publikum und zu Recht ein Meilensteil der Filmgeschichte. Der Stil, den Tsukamoto in diesem Streifen verwendet, ist einzigartig, düster und verstörend - genauso wie die Vision des Meisters.

Samstag, 12. November 2011

The Cottage (2008)

THE COTTAGE (oder "Drei Knebel für Barbie")
Dass die Engländer Horror können, wissen wir spätestens seit Eden Lake. Four Lions und Monty Pyton waren auch schon Statements für guten Humor-Geschmack. Auch Kombinationen aus beiden, sind den Cock-Neys schon gut gelungen - wer konnte nicht über Shaun of the Dead lachen?

ANALYSE:
Auch The Cottage ist wieder mal ein netter Horror-Spass-Verschnitt, der nicht nur die Krampfmuskulatur in den Händen, sondern auch im Bereich der Bauch- und Schließmuskulatur strapaziert und trainiert.

Kriminelle Energien bei den Prophylaxe-Zwergen:
Da er die Guckloch-Taktik ebenso bei Kondomen anwendet,
hat 'Der Idiot' auch mehr Kinder als er zählen kann...

EINGESPERRT:
Zwei Brüder entschließen sich ein hübsches Mädchen zu entführen und dadurch ihr Taschengeld aufzubessern. Wie immer hat 'Das Brain' nicht daran gedacht, dass die beteiligten Ganoven nicht für solche Extremeinsätze geeignet sind:

Britain's next Top-Actor:
Beim Casting werden die Kandidaten
auf das Nötige reduziert und

vom Sprechen abgehalten.

'Der Softy' kann sich kaum auf die ordnungsgemäße Durchführung konzentrieren: die fette Quaddel, die ihn als Mann ausgewählt hat, lässt ihn per Telefonleitung ihre Gewichtskraft spüren. Hängt er nicht an der Strippe, lässt er seine Blicke über den Busen der Entführten streifen - moralisch korrekt wird das mit Kopfnüssen und Drohungen bestraft.

Kurz später taucht auch schon der nächste Clou-Teilnehmer auf und füllt die Lücke. Er ist 'Der Idiot' der noch gefehlt hat. Sein Auftrag ist es das Lösegeld (für seine entführte Stiefschwester) an die Entführer zu überbringen. Seine offene Art und das Maximum an humaner Debilität, führt zu einer besonderen Überraschung...


Aufgrund der Fehler seiner Compadres muss das Brain die Szenerie kurz verlassen um ein Telefonat zu erledigen. Als er zurückkommt beginnt das Tohuwabohu. Der Idiot ist flachgelegt, 'Die Entführte' ist mit dem Weichei in den Wald abgehauen.
Mastermind packt den Esel in das Schlepptau und nimmt die Verfolgung auf. Doch stoßen sie erst auf die Gesuchten, als auch ein zweiter ominöser Jäger die Fährte gewittert hat. Aber 'Der Farmer' will kein Geld, sondern Köpfe...


Die berüchtigte Villa Kunterbunt:
Natürlich zählt hier nicht das einfarbige Äussere.
Viel farbenfroher sind die Inhalte dieses Überraschungspaketes...

FESTGEHALTEN:
Auch wenn der Film beginnt wie 7.000 andere, merkt man schon bald das Geschick 'Des Regisseurs' Paul Andrew Williams. Die Dialoge sind komischerweise genauso vorhersehbar, wie das Bald-Geschehende. Doch irgendwie muss man im gleichen Maße darüber lachen, wie man durch die Schockeffekte erschrickt.
Die wenigen und (leider auch) kurzen Momente, in welchen mal nichts passiert, werden geschickt durch den Einsatz von Silikon gefüllt. Alles in allem sind die Schauspieler recht akzeptabel und der Film läuft geschmiert wie Flutschi!
Voyeur-Sadomismus:
Bunny must pee - der eigentliche Entführungsgrund
DIAGNOSE:
Das Objekt scheint für eine weitreichende psychologisch-terapeuthische Anwendungen geeignet zu sein: traurigen Gemütern, erfahrenen Psychopathen oder schreckhaften Femanen kann an dieser Stelle eine angemessene Medikation empfohlen werden.
Die Pointen treffen an der richtigen Stelle und auch die Schockeffekte sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Die stupiden Kidnapper und ihre Dialoge bauen Spannung und Story auf - der Körper des Entführungsopfers diese aufrecht, im selben Maße wie die Erektion. Spannung und die Erektion aufrecht.
In Summe, eine Empfehlung für alle, die sich gerne über Horror Klischees amüsieren und dabei nicht auf Qualität verzichten wollen.

Freitag, 11. November 2011

Verschreibungspflichtiges Zelluloid (06) NOVEMBER

ZINKSÄRGE FÜR DIE GOLDJUNGEN (1973)
Ganz großartiger 70er Streifen aus heimischen Gefilden der sich eifrig beim italienischen Poliziottesco Genre bedient und dessen Hauptmerkmale einfach nach Deutschland importiert. Bei dieser Gelegenheit wird Henry Silva gleich miteingeflogen bzw. geschifft. Dieser spielt den italo-amerikanischen Mafiaboss Luca Messina der es sich mal so eben in den Kopf gesetzt hat in Hamburg einzulaufen um dort dem örtlichen Kiezchef Otto Westermann (wie geil ist das denn?) das Territorium streitig zu machen. Es entbrennt ein gnadenlos zotiger Bandenkrieg bei dem erst lieb geschimpft, dann gedroht und schließlich großzügig mit der Brutalo-Kelle ausgeteilt wird. Als Sahnehäubchen gibt es noch eine schmissige deutsche Synchro obendrauf. Allein die ersten Minuten, in denen eine bierernste Off-Kommentatorstimme mit dokumentarisch anmutender Strenge unmissverständlich alle Fakten offenlegt, rechtfertigen den Kauf dieser romantischen Gangsterballade:
"Es ist 12:39 Uhr. Das Wetter ist sommerlich schön. Soeben fährt die Queen Elizabeth in den Hamburger Hafen ein. Damit beginnt die Geschichte des Films, aber diese Geschichte könnte überall spielen: Vielleicht sogar in der Stadt in der Sie leben! Die Personen der Handlung sind frei erfunden, ihre Taten nicht und was Heute noch als Produkt der Fantasie gilt, kann Morgen schon Realität sein...erschreckende, grausame Wirklichkeit!"

TENEBRAE (1982)
Mit diesem klassisch sowie klinischen Giallo kehrte Maestro Dario Argento nach seinem verhexten Überhit SUSPIRIA wieder zu seinen Wurzeln zurück, also genau dem Genre welches er selbst maßgebend mitgeprägt hatte. Mittlerweilen machen ja sogar eingefleischte Argento Fans einen großen Bogen um die gegenwärtig verfilmten Hirngespinste, ihres ehemals so einflussreichen "Berlusconi des Horrors".
Fast jedes seiner Spätwerke war eine, für den Zuschauer unbequeme, Grenzerfahrung in Sachen "Fremdschämen": Ein langsam vor sich hin senilisierender Argento versucht krampfhaft seine eigenen Markenzeichen zu kopieren und servierte uns damit nur noch ein fad schmeckendes Potpourri aus abgestandenen Hirnsäften. Da freut es uns natürlich sehr, wenn die vorbildlichen Humane von ARROW VIDEO die alten Argento-Heuler mit monumentalster Ausstattung auf Blu-Ray feilbieten.
Die neueste meiner Errungenschaften ist TENEBRAE und hier kommt nochmal alles zusammen was zusammengehört: Schwarze Lederhandschuhe, rote Lackstilettos, scharfe Rasierklingen, wunderschöne Dummchen die sich bei Gefahr allen Gesetzen der Logik widersetzen und schnurstracks, durch grandiose weitläufige und kongenial in Szene gesetzte (man verweise hier nur auf die legendäre fast 3 minütige Kamerafahrt) Setpieces in ihr grausames Ende rennen.Die Story um einen amerikanischen Schriftsteller dessen neuer Roman von einem serienkillenden Psychopathen als Inspirationsquelle genutzt wird, ist dabei so haarsträubend das alles zu spät ist.
Eine schlüssige Auflösung ist für Argento eben schon immer ein Mysterium gewesen.
Auch wird in TENEBRAE einem vom Aussterben bedrohten Vertreter der Tierwelt ein filmisches Denkmal gesetzt: Wer noch nie einen fassadenkletternden Jump n´Run Dobermann gesehen hat, der kann dies jetzt bei einem gemütlichen Videoabend nachholen und sich auch noch von einem famosen Giuliano Gemma die Leviten lesen lassen. Viel Spaß!

UNMORALISCHE GESCHICHTEN (1974)
Eine cineastische Liebesperle für den geneigten Connaisseur und romantisch veranlagten Pflege-Masturbator!
Habe mir damals auch LA BETE zugelegt, (bei dem ebenfalls der geile alte Bock Walerian Bodowczyk die Er-Regie geführt hat), obwohl ich mit dem absolut nichts anfangen kann...aber ich leide traurigerweise unter der weitverbreiteten Krankheit des fanatischen Komplettitismus der vorallem durch solch geniale Labels wie BILDSTÖRUNG weitergetragen wird. Mit den UNMORALISCHEN GESCHICHTEN wird es sich bei mir also ähnlich verhalten wie mit dem softerotischen Wuschelwolfgerammel.
Hauptsache die DVD-Rücken-Reihe weist keine Lücken auf und man kann weiterhin vor Gästen und der Mutter mit seiner Sammlung protzen.
Wenn schon nicht als Filmvergnügen tauglich dann wenigstens als eine Art Anlagekapital fürs hohe Alter, denn in Sachen Wertsteigerung haben die BILDSTÖRUNGS-Releases definitiv noch mitzureden...so, jetzt erstmal ne Runde HARRY UND DIE HENDERSONS gucken

P.S.: In diesem Text haben sich mal wieder neben den Schreibfehlern auch zahlreiche anklickbare Links versteckt. Viel Spaß beim multimedialen Such-und Verlinkungsverwirrspiel!

Samstag, 5. November 2011

Der Busenfreund (1997)


AM ARSCHBUSEN DER MENSCHLICHEN NATUR

ANALYSE:

Guten Abend meine Damen und Herren
Aus aktuellen Anlass muß ich an dieser Stelle mein Selbstgespräch unterbrechen,
um einen "wahren" Exploiter seine Ehre Teil werden zu lassen!
So viele Assi-ziationen schwirren seit der Sichtung dieser Perle durch meinen Kopf das ich gar nicht mehr weiß wohin mit diesen ganzen Eindrücken, Ausdrücken und Bedrücken...
Mit leicht zittriger Hand schenke ich mir mein 2. Glas Gin-Tonic ein um auch nur annähernd in den Zustand zurückzufinden, in dessen Umnachtung meine Liebe zu diesem Biopig gekeimt hat....

SYLVESTER AUF SENTA´s BERGEN
Es begab sich am 3. Januar 2011 das ich und einige meiner unkaputtbaren, feierwütigen Freunde bei mir einkehrten um den Einklang des neuen Jahres bei ungepflegten Beisammensein ausklingen zu lassen.
Einer meiner beiden Begleiter klagte "lustigerweise" , wie es der Zufall wollte, über Rückenschmerzen, die durch die neujahrsbedingte Einnahme von Tanznarkotika und das, durch diese Stimulanzien ausgelöste Balzverhalten herrührten, welche von der Wirbelsäule ausgestrahlt und durch seinen Enddarm, der hier ganz augenscheinlich eine Art Verteilerfunktion übernahm, in seine rechte Gesäßhälfte (Regio glutealis) weitergeleitet wurden!
UNANSEHNLICH UND UNANGENEHM:
Der Arschbusen

Von dem Rest der Anwesenden (ICH & ER streckenweise auch ICH & ICH) wurde dieses grausame Leiden salop als "Arschbusen" titt-uliert , ohne das wir uns  der bald folgenden Bedeutungsschwangerschaft dieses selbstdiagnostizieten Wortes auch nur ansatzweise im Klaren waren: Als pietätloser Idiot der ich nun mal bin kramte ich die ULI SEIDL EDITION aus meinem Sammelbunker...

Me and Mr. Seidl...
Das letzte Mal hatte ich Bekanntschaft mit diesem österreichischen Halodri gemacht als ich wild fummelnd mit einem Mädchen auf der Couch eines Freundes lag und wir (der Freund und ich, nicht das Mädchen) es für eine gute Idee hielten Seidl´s "Grenzkomödie" IMPORT/EXPORT in den örtlichen Player zu legen.
Die darauffolgende Explosion war von reinster seelischer Natur.
Körperlich gesehen (von der Warte weiblicher Anatomie aus betrachtet) war das ganze Danach eher eine Exkursion die ich unter den Begriff "Tote Hose in der Dose" zu den Akten gelegt habe.
Wenn ich mich also selbst als eine Art"emotionaler Holzfäller" bezeichne dann ist dieses Etikett ganz bewusst gewählt.
Genauso bewusst wählt Seidl, wie in den meisten seiner Werke, eine semidokumentarische Erzählweise, und folgt darin seinem "Helden" und dessen Mutter...
Ein gewisser René Rupnik haupt(sächlich)dargestellt durch René Rupnik, ehemaliger Mathematikleherer und Busenfetischist. Fetischist ist in diesem Falle noch untertrieben:
GEIL ABER GEFÄHRLICH:
Der Atombusen
Busenfundamentalist wäre da noch angebrachter.
Seidl "wienert" das Parkett auf dem Rupnik seinen selbstdarstellerischen Breakdance hinlegt. Das "Breaken" steht hier für so ziemlich alles was gebrochen werden kann.
Egal ob Sehgewohnheit oder Selbstaufgabe (für die Rolle oder für das Lieben eben dieser Rolle von Seiten des Zuschauers)...Ist René Rupnik echt?
Dann gnade uns Gott und halte seine schützende Hand über Senta Berger,
die Rupnik als sein persönliches "Love Interest" und "Favourite Girl To Stalke" auserkoren hat! Ist er es nicht, dann ist das nur ein weiterer Beweis für die "ficktiefen" Penetrationen des Medium Films über & an unseren Verstand...


Von einem "Psychogramm" zu sprechen halte ich hier übrigens für unangebracht...
Ein "Psychokilo" oder gar eine "Psychotonne" treffen es wohl eher.
An erzählerischem Kampfgewicht bringt Seidl´s Werk auf jeden Fall Beachtliches auf die Waage!
Nach Aufgabe seiner "weltlichen Pflichten" (Beruf, soziales Interagieren mit Mensch & Mutter), predigt sich unser René
sein ganz eigenes Manifest, (welches auf dem Götzenbild des weiblichen Busens beruht) zusammen und geht letztendlich völlig darin auf bzw. unter...
Selbst die am Anfang die am Anfang noch dement anmutende Mutter (mit der Rupnik eine trostlose Plattenbauwohnung teilt) schafft es nicht,
Kraft ihrer Liebe und Sorge, ihr Buberle ins Hier & Jetzt zurückzuholen.
Ihr gebürt dann auch neben Rupnik der einzige Monolog des Films, welcher in seiner kompromisslos echten Darbietung, derart an die Nieren geht das man als Zuschauer befürchtet, organische Schäden davontragen zu müssen.

Auch sind es eben jene spärlich gesähten Dialoge zwischen Mutter und Sohn, die von einer solchen Intimität zeugen einem Angst und Bange wird.

DIAGNOSE:
Nach dem Abspann folgt die Reflektion: How much Rupnik will I am after the curtain falls...
Die eigene Leidenschaft...(oder weniger pathetisch: das Nerdtum) für ein Sujet,
kommt einem nach Seidl´s Schauerstück, seltsam fremd,traurig und vor allem unbedeutend vor...
Man macht sich Sorgen (um Senta & Mama) und glaubt fest daran das...wenn es je ein Film verdient hat...
an der eigenen enthaarten, unterentwickelten Männerzitze (hochdeutsch: Titte) genährt und gestärkt zu werden, es wohl nur dieser sein kann!

Nachdem ich mir die letzten Tränen aus den Augen gewischt und meinen vierten Gin Tonic (R.I.P. Bartel Bukowski) geleert habe,
finde ich nun auch die Kraft euch das EPILOG meiner Sylvestergeschichte zu erzählen:
Nachdem das Seelenecho der Endtitel verklang und ich zwecks erneuter Gemütsänderung auf das laufende Fernsehprogramm zappte...lief...wie sollte es anders sein...eine Lesung mit Senta Berger,was allen Anwesenden verständlicherweise den Rest gab.
Vorallem mein, unter seiner "Arschtitte" leidender Freund und Zwangscineast war aufgrund all dieser Zusammenhänge sichtlich Baff!
Er war gar schwer von der Heizung zu trennen, an die er sein Abszess zwecks Linderung seiner Schmerzen, während der gesamten Laufzeit des Films, gedrückt hatte.
Nach Regulierung der Temperatur "löste" sich das Problem von selbst und wir konnten alle nur noch wehmütig feststellen das auch das schönste und längste Sylvester irgendwann einmal sein Ende finden muss...
Genau so wie diese, mittlerweilen furunkelartig wuchernde, Rezension...

Hochachtungsvoll,
euer Bartel

Montag, 31. Oktober 2011

The Crow (1994)


The Crow (oder "Wolverine in Sin City")
Die mysteriöse und mit traurigem Schicksaal behaftete Entstehung des Filmes dürfte mittlerweile genau so bekannt sein, wie der Inhalt selbst. Bereits beim Zeichnen des gleichnamigen Comics, verarbeitete James O’Barr mit seiner Arbeit die Tode zweier nahe stehender Menschen. Nachdem sich dann Alex Proyas an die Verfilmung des Comics gemacht hat, starb der Hauptdarsteller Brandon Lee durch einen unglaublichen Zufall: im Lauf einer Requisit-Pistole lag ein Stück einer vorher abgeschossenen Patronen-Attrappe, welches sich daraufhin beim Feuern einer Platzpatrone löste und Brandon Lee tödlich verwundete. Als Paramount dann am erfolgreichen Ende der Produktion zweifelte und das Projekt zur Seite legte, wagte nur noch Miramax die Beendigung des Werkes und investierte die letzten notwendigen Mühen. Zudem ist anzumerken, dass während der Konzeption dieses Textes, eine Krähe vor den Fenstern meines Büros umherflog.
Als die Zeiten auf dem Männerstrich noch hart waren,
durfte 'das Objekt' zur Selbstverteidigung auch lästige Freier ritzen.


ANALYSE:
"People once believed that when someone dies, a crow carries their soul to the land of the dead. But sometimes, something so bad happens that a terrible sadness is carried with it and the soul can't rest. Then sometimes, just sometimes, the crow can bring that soul back to put the wrong things right."
Übersetzung frei nach dem Fremdwörter-Folianten der MULTIPLEN FILMSTÖRUNG
"Einst glaubten die Menschen, dass wenn jemand stirbt, eine Krähe ihre Seele ins Land der Toten bringt. Manchmal, aber nur manchmal, läuft dieser Prozess so grauenhaft schlecht ab, dass die Krähe traurig wird und keine Ruhe mehr findet. Daraufhin kann die Krähe manchmal, aber nur manchmal, eine Seele aus dem Reich der Toten zurückbringen und sie als Zeitarbeiter anstellen, um ungeliebte Aufgaben zu erledigen."
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Zuschauern mit guten Gehör wird auffallen, das der Soundtrack rockig und schnell ist.
Aber Filmliebhaber mit guten Augen, werden sehen,
dass die Choreographie Michael Jackson's Trickkiste entstammt.
Die lokale Gang will sich in der Stadt Respekt verschaffen und beginnt verschiedene Gebäude anzuzünden und Wohnungen auseinander zu nehmen. Im Weg stehende Zivilisten werden, je nach Geschlecht, vergewaltigt oder umgebracht. So wird auch die Wohnung von Eric Draven Schauplatz des Revierkampfes, seine Freundin - Shelly Webster - zur städtischen Matratze. Als der Rocker sich gegen die Einbrecher aufbäumt, wird er erschossen und auf die Reise ins jenseits Geschickt. Sein Rabe allerdings ist flugfaul und entscheided Eric's Seele, nach einem Jahr Verzögerung, wieder am Ausgangsort abzuwerfen. Um seiner Handlung Sinn zu verleihen, ficht er Draven's Wut an und zeigt ihm die Schänder seiner Vergangenheit. Scheinbar im Sinne seiner eigenen Vergnügung, schenkt der Vogel dem Rächer die Unsterblichkeit, welche aber an seine eigenen Health Points gebunden ist. Außerdem erhält Eric erhöhte Muskelkraft und sattes Gothic Make-Up, um die Kämpfe nicht nur spannender sondern auch einen Lidstrich emotionaler zu machen.

Rabenschwarze Nacht
Eric Draven zieht auf seinem Racherundflug durch eine Stadt, die von einer Verbrecherbande tyranisiert wird. Die Szenen spielen sich meist im Dunklen ab und wenn das Geschehen nach Draussen verlegt wird, regnet es. Die Atmosphäre hat einen Hauch von Sin City - die Stimmung ist getrübt und Recht und Ordnung scheinen nur die Alternative zur lokalen Politik zu sein. Doch in der Emo-Stadt scheint durch die verrußte Fassade ein kleiner Hoffnungsschimmer, als der Held auf die Bühne tritt. 
Nachdem der abendliche Ausgang häufig zu Konfrontationen führte,
erwägt E. Draven häufig die Option, doch nicht mehr auszugehen
und sich ganz dem Selbstmitleid hinzugeben.

In Kombination mit der gossenhaften Kulisse und den sprunghaften Fähigkeiten des schwarzen Wunderknaben, erinnert der Film an Tim Burton's Batman Filme, von denen Alex Proyas sich vielleicht etwas mehr inspirieren oder beflügeln lies. Erics Unsterblichkeit, sein Umgang mit dieser und die Konsequenzen auf zahlreiche Schlägereien sind mit Wolverine zu vergleichen. Nur hat der Klingenmann ein Problem mit eng anliegenden Lederklamotten und auch das Schminken überlässt er den emotional angehauchten.
Rächer in dunklen und von Gangs beherrschten Städten mögen nicht unbedingt aussergewöhnlich sein und die Motivation Verbrecher zu jagen wird recht selbstverständlich aufgefahren. Wie schön Selbstjustiz doch sein kann, weiss der moderne Kinogänger bereits auch schon. So fliegt der Film dann insgesamt doch eher in eine hollywood-mäßige Richtung - allerdings kann man nicht genau sagen, ob Proyas sich der Klischees bediente oder spätere Regisseure so sehr inspirierte, wie ihn einst Tim Burton.

Vielleicht mag das alles schlimmer klingen als es ist - der Film ist durchweg spannend und ist eine absolute Alternative zu guter Laune und Gesellschaft am Abend. Doch kann es sein, dass der Genuss dieses Streifens mich ein wenig traurig gestimmt hat und ich immer noch Probleme in meiner Wohnung habe, da das Regenwasser nicht optimal abgeflossen ist.
Als strahlende Scheinwerfer noch nicht etabliert waren
und der dunkle Ritter noch beschwippst durch die
Gassen wanderte, war innovative Straßenkunst die einzige
Möglichkeit, Erics Aufmerksamkeit auf akute Probleme zu lenken.

DIAGNOSE:
Letztendlich ist The Crow ein Film der keine Fragen über die Gerechtigkeit von Rache anspricht, etwas philosophisch die Sterblichkeit der Unsterblichen behandelt und natürlich auch das Lebensgefühl "Regen" oder Depression attraktiv macht.
Alex Proyas ist hier zwar kein Klassiker gelungen, wer aber auf eine gelungene, düstere und action-geladene Mischung aus X-Men, Batman oder SinCity steht, könnte es sich ruhig vor dem Flimmerkasten gemütlich machen und den Regenschirm auch mal in der Wohnung aufmachen.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

The Human Centipede II - Full Sequence Trailer (Full Analysed!)

ACHTUNG:
Wir empfehlen vor dem Goutieren der Expertise die vorherige Sichtung des Trailers auf dem diese beruht, da sich dem schwachen Geist ansonsten die komplette psychologische Tiefe der Analyse verschließen könnte...


ANALYSE:
Glubschi, der Alm-Öhi und ein, wie Rainer Langhans anmutender, Muttermann [Fe-man] (dem spärlich informativen Trailer nach zu urteilen handelt es sich hierbei um Glubschis Mama…) hocken in einer Art Einbau-Küchen-Kinder-Wohlfühlzimmer welches mit Omas alter Mufflappengardine zutapeziert wurde. Im Kreise hockend, diesen aber nicht schließend schauen sie angestrengt Glubschi´s Augen beim Quellwachsen zu…
Ein Kammerspiel etwa? Die Speckigkeit von Glubschi´s, zu einem "halben Hemd" umfunktionierter Unterbuchse, liegt schwer wie ein Leichentuch über dem Raum (der sich bei intensiverer Betrachtung als eine Art orientalisch schwülstige Fummelhöhle entpuppt).
DAS GRAUEN DES MÜTTERLICHEN WASCHTAGS:
"Aber Mama! Das sind meine Lieblings-Unterbuchsen!
Wenn ich die einfach umstülpe kann man die noch vier Wochen tragen!"
Die Luft scheint zum Schneiden dick. Glubschi´s Blicke sprechen Bände! Dem Anschein nach hat es Mama Langhans auf Glubschis´s bereits streng kompostierendes Feinrip abgesehen. Gestern war nämlich Waschtag und er hat es offenbar versäumt seinen längst fälligen Termin wahrzunehmen. Der Mutter das Waschgut zu verwehren ist ungefähr so als ob man sie am ausgestreckten Käsesocken verhungern lassen würde. Doch ist es nicht nur der hygienische Waschtrommeltrieb der das Muttertier anspornt sondern die Gewissheit, daß sich in des Sohnemanns Hemdchen mehr Pilzkulturen angesetzt haben als Bremsspuren in seinen Unterhöschen. Diese streng riechende Ausnahmesituation, birgt in den mikroskopisch feuchten Grachten  der Schweismeere eine weitaus grauenvollere Entdeckung:
Sie ist nichts Geringeres als die Gedeihstätte des wahnhaft herumwuselnden Tausendfüssler der seinem Wirt einen Floh ins Ohr gesetzt hat, soll dieser doch ein menschliches Abbild seines tierischen parasitären Mitbewohners erschaffen!
To be continued (leider)...

DIAGNOSE:
Zuerst einmal Hut ab vor der verantwortlichen Casting Agentur. Wer schon beim Anblick von Dr. Heiter aka Dieter Laser in HUMAN CENTIPEDE (FIRST SEQUENCE), ganz und gar blass vor Neid "What a fucking creep..." murmeln mußte, dem geht jetzt wahrscheinlich der sprichwörtliche Arsch auf Grundeis.
Glubschi, der "Starr" des Sequels schießt wirklich den Vogel ab. Was der Herr bereits innerhalb eines zweiminütigen Trailers an Eindrücklichkeit zu vermitteln vermag, passt  wirklich auf keine Netzhaut. Von selbiger allerdings scheint Laurence R. Harvey (so der bürgerliche Name unseres Helden) reichlich zu haben. Diese beiden Starrgestirne laßen wirklich tief blicken. Selbst Weltraumforscher dürften sich von deren Anblick beeindruckt zeigen. Um diese beiden Augen herum jedoch erwartet uns mal wieder bemühtes Polarisierungskino der perversen Sorte.
MANCHMAL SAGT EIN BLICK MEHR ALS TAUSEND FÜßE
Der mit dem "Glubsch": Laurence R. Harvey
Teil 1 war vielleicht ein niveauloser, aber dennoch brüllend komischer Witz, den man nur ein klein wenig besser hätte erzählen können - das Sequel aber scheint ein "Totgeburten-Gag" zu sein den ein sturzbesoffener Prolet auf dem Geburtstag deiner Schwester zum Besten gibt die zwei Wochen zuvor abgetrieben hat. Allein das Marketing welches den Film mit dem Verbot in England bewirbt (das jetzt plötzlich "überraschender"-weise widerrufen wurde) und in seinem Teaser traumatisierte australische Container-Cineasten zeigt, ist in seiner Debilität nicht mehr zu unterbieten. Bei romantischen Details wie die "Vergewaltigung durch einen mit Stacheldraht umwickelten Penis", kommen zudem noch unangenehme Erinnerungen an das eigene "erste Mal" hoch, und das muß ja dann wirklich nicht sein! Ob die Mutter von Regisseur Tom Six danach noch auf ihren Sohn stolz sein kann darf also weiterhin angezweifelt werden. Wie ihr also sehen könnt habe ich den Köder mal wieder längst geschluckt.
Ich zumindest bin "gespannt"...
Hochachtungsvoll,
euer triebgesteuerter Plakativ-Voyeur Bartel


DIE MANIGFALTIGE WELT KONTROVERSER  TIERE:Der humane Femanopede